RAITEC

österreichisches Informatik-Systemhaus und Teil der Raiffeisenbankengruppe Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die RAITEC GmbH ist ein österreichisches Informatik-Systemhaus und Teil der Raiffeisenbankengruppe Österreich. Das Kerngeschäft der RAITEC bilden der Rechenzentrumsbetrieb und der Betrieb dezentraler Hard- und Software-Strukturen für Banken zur Abwicklung aller Geschäfte.

Schnelle Fakten
RAITEC
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 26. November 1970
Sitz Linz, Oberösterreich
Leitung Alexander Wiesinger,[1] Arthur Greiderer, Dietmar Schlar, Wolfgang Schmidt[2]
Mitarbeiterzahl 643 (2025)[3]
Umsatz ca. 200 Millionen Euro (2024)[3]
Branche IT-Services
Website https://www.raitec.at
Stand: 10. März 2026
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Geschichte

RAITEC-Zentrale

Der Vorläufer der heutigen RAITEC GmbH wurde am 26. November 1970[4] unter dem Namen „Raiffeisen-Rechenzentrum“ (RRZ) ins Handelsregister eingetragen und nahm am 1. Jänner 1971 den Betrieb auf.

Später erfolgte die Umbenennung von RRZ in Genossenschafts-Rechenzentrum (GRZ). Mit der Weiterentwicklung der Raiffeisenorganisation verlagerte sich der Tätigkeitsschwerpunkt zunehmend auf Dienstleistungen für Banken.[5] Mehrheitseigentümer ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich.[6] Im Zuge einer Änderung der Beteiligungsverhältnisse wurde im Jahr 2003 die Betreuung der HYPO Oberösterreich übernommen. Im Jahr 2004 folgten Raiffeisen Tirol und HYPO Salzburg.[7] Gemeinsam mit der Übernahme der Bankenbetreuung wurde auch der Rechenzentrums-Standort Innsbruck ins Unternehmen integriert.

2014 wurde das Rechenzentrum der Raiffeisenbankengruppe Salzburg in das GRZ eingegliedert.[7] Seit 2015 kooperierten die Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH (RICS) (Umsatz 2021: 40,9 Mio. Euro; 94 Mitarbeiter) und die GRZ IT Center GmbH (GRZ) (Umsatz 2021: 144,1 Mio. Euro; 455 Mitarbeiter). Zudem waren die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark wechselseitig an beiden Unternehmen beteiligt; am 1. November 2022 wurden RICS und GRZ zur RAITEC GmbH verschmolzen.[8]

Zum 1. August 2025 wurde mit der Integration des IT-Betriebes der Raiffeisen Landesbank Kärnten die Kooperation der Rechenzentren im Raiffeisen-Sektor weiter ausgebaut. Im Zuge der Integration erhält die RLB Kärnten auch 2,2 Prozent der bestehenden Anteile der RAITEC und eine Vertretung im Aufsichtsrat.[9][10] Dadurch ist die RAITEC nunmehr in fünf österreichischen Bundesländern ansässig.[3]

Unternehmensstruktur

Stand September 2025 sind die Gesellschafteranteile an der RAITEC GmbH wie folgt verteilt:[11]

Standorte der RAITEC befinden sich in Linz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt[12] und Salzburg.[13]

Tätigkeitsfelder und Leistungen

RAITEC ist als IT-Dienstleister im Finanzsektor tätig und erbringt seine Leistungen überwiegend für Unternehmen der Raiffeisenbankengruppe Österreich sowie für weitere Banken und Finanzinstitute. Das Unternehmen betreibt Rechen- und Datenzentren und stellt IT-Infrastruktur für den Bankbetrieb bereit. Dazu gehören Netzwerk-, Server-, Storage- und Mainframesysteme sowie der Betrieb von Anwendungen für Electronic Banking und Zahlungsverkehr. Darüber hinaus erbringt RAITEC Leistungen im Bereich Plattform- und Cloud-Services, einschließlich Systembetrieb, Datensicherung und Sicherheitsmanagement.[14][4][15] Weitere Tätigkeitsfelder des Unternehmens sind Druck und Kuvertierung von Dokumenten sowie Bereitstellung und Betrieb von Hard- und Software.[16]

Testate und Zertifikate

Das Unternehmen hält unter anderem folgende Testate und Zertifikate:[17]

  • ISO 9001 – Qualitätsmanagement
  • ISO 27001 – Informationssicherheitsmanagement
  • ISAE 3402 – Assurance Report on Controls at a Service Organisation
  • Cyber Trust Gütesiegel in Gold
  • BGF – Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung (2026–2028)“
  • ISO 50001:2018 – Managementsystem
  • ISO 14001:2015 – Umweltmanagementsystem

Siehe auch

Einzelnachweise

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