Rabbit Brown

US-amerikanischer Songster, Bluesmusiker und Songwriter From Wikipedia, the free encyclopedia

Richard „Rabbit“ Brown (vermutlich um 1880 in New Orleans, Louisiana, USA; † vermutlich 1937 in New Orleans) war ein US-amerikanischer Songster, Bluesmusiker (Gitarre, Gesang) und Songwriter.

Biografie

Richard Brown wurde vermutlich um 1880 in New Orleans[1] oder in der ländlichen Umgebung Louisianas[2] geboren. Er lebte mit Sicherheit von Jugend an im berüchtigten Battlefield-Viertel von New Orleans, wo zwei Jahrzehnte danach auch Louis Armstrong aufwuchs. Gewalttätige Vorfälle in diesem Umfeld inspirierten Brown zu einigen seiner späteren Lieder. Er trat hauptsächlich in Nachtclubs und auf der Straße auf und verdiente sich als singender Bootsmann auf dem Lake Pontchartrain etwas dazu. Er war einer der vielen Songster, die sich mit Musik als Lebensunterhalt durchschlugen und daher ein breites Spektrum populärer Musik anbieten mussten.[1][2][3]

1927 nahm Brown sechs Titel auf, von denen fünf erhalten sind und auf verschiedenen Kompilationen neu veröffentlicht wurden. Darüber hinaus ist wenig über sein Leben bekannt. Richard „Rabbit“ Brown starb vermutlich 1937 in New Orleans.[1][2]

Die Aufnahmen

Ralph Peer vom Label Victor nahm am 11. März 1927 in New Orleans sechs Titel von Rabbit Brown auf, von denen fünf veröffentlicht wurden:[1][3][4][5]

  • James Alley Blues[3] und I’m Not Jealous
  • Never Let the Same Bee Sting You Twice, veröffentlicht mit der Rückseite The Moore Girl von Andrew & Jim Baxter[5]
  • Mystery of the Dunbar’s Child und Sinking of the Titanic

Die sechste Aufnahme Great Northern Blues blieb unveröffentlicht.[1][5]

Blind Willie Harris

Die 2003 erschienene Anthologie ländlicher akustischer Gospelmusik Goodbye, Babylon enthielt eine der beiden bekannten Aufnahmen eines ansonsten unbekannten Sängers namens Blind Willie Harris. Das Stück Where He Leads Me I Will Follow wurde 1929 in New Orleans aufgenommen. Die Autoren der CD-Begleittexte wiesen auf die frappierende Ähnlichkeit zu Richard Browns Aufnahmen aus New Orleans von 1927 hin. Seitdem gab es unter Forschern und Sammlern früher Blues- und Gospelmusik Diskussionen, ob Harris ein Pseudonym von Brown sei, obwohl es dafür keine Belege gibt.[1][5]

Die beiden bekannten Aufnahmen von Blind Willie Harris aus dem Jahr 1929 sind:[5]

  • Does Jesus Care und Where He Leads Me I Will Follow

Nachwirkung

Die 1952 veröffentlichte Anthology of American Folk Music von Harry Everett Smith enthält eine Aufnahme von Rabbit Brown, den James Alley Blues als Nummer 61 der Anthologie, den fünften Titel des Volume Three: Songs (Blue Singing).[5]

Die fünf veröffentlichten von Browns sechs bekannten Aufnahmen sind auf dem Kompilationsalbum The Greatest Songsters: Complete Works (1927–1929) enthalten.[2] Einzelne der Songs sind Teil zahlreicher Kompilationen.[5]

Insbesondere der James Alley Blues wurde vielfach gecovert, unter anderem von Bob Dylan.[1][3]

Einzelnachweise

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