Rabee Jaber

libanesischer Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Rabee Jaber (arabisch ربيع جابر Rabīʿ Ǧābir; * 1972 in Beirut) ist ein libanesischer Schriftsteller und Journalist.[1] Er wurde mit den Roman The Druze of Belgrade bekannt, für den er 2021 den International Prize for Arabic Fiction erhielt. Mehrere seiner Bücher liegen in Übersetzungen vor, darunter die ins Englische übertragenen Romane The Mehlis Report (2013) und Confessions (2016) sowie französische und spanische Ausgaben weiterer Werke.[2][3][4][5] Seine Prosa setzt sich häufig mit Erinnerung, Gewalt und seinem Geburtsort Beirut auseinander.[3]

Leben und Wirken

Jaber wurde 1972 in Beirut geboren.[1] Er studierte Physik an der American University of Beirut.[1] Seit 2001 ist er Herausgeber von Afaaq (Horizonte), der wöchentlichen Kulturbeilage der panarabischen Tageszeitung al-Hayat. Sein Debütroman Sayyid al-ʿAtma (Der Herr der Dunkelheit) wurde 1992 mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2010 wurde er vom Hay-Festival in die Auswahl Beirut39 der besten 39 arabischen Autorinnen und Autoren unter 40 Jahren aufgenommen.[1]

Jaber legte eine umfangreiche Prosa mit historischen und zeitgenössischen Stoffen vor.[6] Der Roman The Mehlis Report (2005; engl. 2013, Übers. Kareem James Abu-Zeid) spielt im Beirut der Jahre nach dem Attentat auf Rafiq Hariri und verbindet Alltagsbeobachtung mit Motiven der Toten- und Erinnerungsarbeit.[1][2] In Confessions (2008; engl. 2016, Übers. Kareem James Abu-Zeid) verarbeitet er die Traumata des libanesischen Bürgerkriegs in einer knappen, auf die Identitätssuche des Ich-Erzählers fokussierten Form.[3] Berytus: Madīnat taḥt al-arḍ erschien 2009 in französischer Übersetzung bei Gallimard als Berytus, une ville sous terre.[4] Mit The Druze of Belgrade rekonstruiert Jaber aus dem Blickwinkel eines christlichen Eierverkäufers die Deportation von Drusen nach Belgrad infolge der Ereignisse von 1860; für diesen Roman erhielt er 2012 den International Prize for Arabic Fiction.[6] Sein Roman America stand 2010 auf der Shortlist des International Prize for Arabic Fiction.[1] Zu den Übersetzungen seiner Werke gehören die spanische Ausgabe Los drusos de Belgrado (Turner Libros) und die deutschsprachige Ausgabe Die Reise des Granadiners (Schiler & Mücke).[5][7]

Einzelnachweise

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