Radafaxin

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Radafaxin ist ein selektiver Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer (NDRI), der von GlaxoSmithKline ursprünglich zur Behandlung des Restless-Legs-Syndroms entwickelt wurde.[2][3] Allerdings wurde die Entwicklung 2006 wegen schlechter Testergebnisse eingestellt.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Radafaxin
Allgemeines
Freiname Radafaxin
Andere Namen

(+)-(2S,3S)-2-(3-Chlorphenyl)-3,5,5-trimethylmorpholin-2-ol

Summenformel C13H18ClNO2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 9795056
DrugBank DB11790
Wikidata Q1485208
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antidepressivum

Eigenschaften
Molare Masse 255,74 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Chemie und Stereoisomerie

Radafaxin ist enantiomerenrein und ist ein Metabolit des Arzneistoffes Bupropion (Racemat).[5] Die Wirkungen von Radafaxin beim Menschen ähneln denen des Bupropions.[6]

In Fertigarzneimitteln wird das Hydrochlorid[7] eingesetzt.

Pharmakologische Eigenschaften

Radafaxin blockiert die Wiederaufnahme von Dopamin mit 70 % der Effizienz von Bupropion und Noradrenalin mit 392 % der Effizienz.[8][9]

In klinischen Studien wurde die Wirksamkeit von Radafaxin zur Behandlung von Depressionen, Adipositas und neuropathische Schmerzen untersucht. Hierbei hatte sich herausgestellt, dass sich Radafaxin im Gegensatz zu Bupropion besser zur Behandlung von Schmerzen und Müdigkeit eignet, was wohl mit der stärkeren Wiederaufnahmehemmung des Botenstoffes Noradrenalin zusammenhängt dürfte.[10]

Ähnlich wie Bupropion soll auch Radafaxin nur ein geringes Missbrauchspotential haben.[11]

Einzelnachweise

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