Radde-Spitzmaus
Art der Gattung Rotzahnspitzmäuse (Sorex)
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Die Radde-Spitzmaus (Sorex raddei) ist ein im Kaukasus und in der östlichen Türkei verbreitetes Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Manche Exemplare, die von Satunin mit dem Artzusatz caucasicus beschrieben wurden, zählen nun als Synonym dieser Art. Andere Exemplare, die einen diploiden Chromosomensatz mit 24 oder 25 Chromosomen haben, wurden in die Kaukasus-Spitzmaus (Sorex satunini) überführt.[1]
| Radde-Spitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sorex raddei | ||||||||||||
| Satunin, 1895 |

Merkmale
Die Radde-Spitzmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 70 bis 80 mm, eine Schwanzlänge von 43 bis 54 mm und ein Gewicht von 9 bis 13 g. Das einheitlich gefärbte Fell ist bei Jungtieren braun und unterseits etwas heller. Erwachsene Tiere tragen oberseits dunkelbraunes Fell. Zusätzlich ist der Schwanz gänzlich braun. Bei dieser Art besteht der diploide Chromosomensatz aus 36 Chromosomen (2n=36). Bei den X- und Y-Chromosomen ist ein Arm deutlich kürzer als die anderen.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Die Art bewohnt fast den gesamten Kaukasus und andere Gebirge in dieser Region. Sie ist aus dem Nordosten der Türkei, aus Georgien, aus Armenien, aus dem westlichen Aserbaidschan und aus Russland bekannt. Das Tier lebt im Flachland und in Gebirgen bis 2400 Meter Höhe. Es hält sich in feuchten Bergwäldern, in Galeriewäldern und auf Grasflächen neben Flüssen und Seen auf. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Regenwürmern, anderen wurmartigen Tieren und bodenbewohnenden Insekten. Die Fortpflanzung kann zu allen Jahreszeiten erfolgen und die meisten Nachkommen treten zum Wechsel zwischen Frühling und Sommer auf. Bei Weibchen kommen jährlich bis zu drei Würfe mit 3 bis 5 Neugeborenen vor.[3] Die Tiere sind meist zwischen Abend- und Morgendämmerung aktiv, bei wolkigem Wetter auch am Tage. Gelegentlich werden Samen von Bäumen gefressen. Besuche in Häusern kommen selten vor.[2]