Radiumcarbonat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Radiumcarbonat ist eine anorganische chemische Verbindung des Radiums aus der Gruppe der Carbonate und das Radiumsalz der Kohlensäure. Es ist ein hochradioaktives weißes Pulver mit potenziellen Anwendungen in der Medizin.[2][4] Radium ist zudem das einzige Erdalkalimetall, welches als Carbonat ungeordnete Kristalle bildet. Radiumcarbonat ist in Wasser kaum löslich, in Mineralsäuren und konzentrierter Ammoniumcarbonatlösung besser.[2][5]

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Radiumcarbonat
Verhältnisformel RaCO3
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7116-98-5
Wikidata Q28771566
Eigenschaften
Molare Masse 286 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

5,66 g·cm−3[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,05 g·l−1 bei 25 °C)[2]

Gefahren- und Sicherheitshinweise

Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Radiumcarbonat kann hergestellt werden, indem Radiumsulfat bei 85 °C in konzentrierter Natriumcarbonatlösung gelöst wird.[6] Aufgrund der geringen Löslichkeit von Radiumcarbonat bildet sich ein weißer Niederschlag (Radiumcarbonat). Die Gleichung lautet wie folgt:

Eigenschaften

Radiumcarbonat ist ein weißer Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pcmn (Raumgruppen-Nr. 62, Stellung 4)Vorlage:Raumgruppe/62.4.[1]

Verwendung

Radiumcarbonat kann verwendet werden, um andere Radiumsalze wie z. B. Radiumnitrat herzustellen:[5]

Einzelnachweise

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