Raimonds Neimanis
lettischer Fußball-, Bandy- und Eishockeyspieler
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Raimonds Neimanis (deutsch: Raimund Neumann, * 18. Augustjul. / 31. August 1913greg. in Riga; † 24. November 1992 in Saskatoon) war ein lettischer Fußball-, Bandy- und Eishockeyspieler deutsch-baltischer Herkunft.
| Raimonds Neimanis | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 31. August 1913 | |
| Geburtsort | Riga, Gouvernement Livland | |
| Sterbedatum | 24. November 1992 | |
| Sterbeort | Saskatoon, Saskatchewan, Kanada | |
| Position | Torwart, Mittelstürmer | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1931 | RFK Riga | |
| 1932 | US Riga | |
| 1933–1936 | LSB Riga | |
| 1937–1944 | VEF Riga | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Karriere und Leben
Raimonds Neimanis wurde im Jahr 1913 in Riga in die Familie des Schlepperführers Johan Neimanis und seiner Ehefrau Karoline (geb. Girgensone) geboren. Er besuchte die Volksschule und anschließend das 1. Städtische Gymnasium in Riga. Im Jahr 1933 begann er ein Studium an der Fakultät für Volkswirtschafts- und Rechtswissenschaften der Universität Lettland. Mindestens seit Mitte der 1930er Jahre arbeitete er im Büro des Unternehmens Valsts elektrotehniskā fabrika. In den Jahren 1935 und 1936 leistete er den obligatorischen Wehrdienst im 6. Rigaer Infanterieregiment ab. Im Jahr 1944 wurde Neimanis in die Lettische Legion eingezogen. In der Region Vidzeme wurde er verwundet und in ein Lazarett in das Deutsche Reich überführt. Anfang 1945 kehrte Neimanis zum Militärdienst zurück. Nach dem Krieg verbrachte Neimanis als Kriegsgefangener einige Zeit in Lagern in Dänemark, Westdeutschland und Belgien. Anschließend lebte er in Flüchtlingslagern in Westdeutschland und wanderte in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre nach Großbritannien aus. In den 1950er Jahren zog er nach Kanada, wo er bis zu seinem Lebensende wohnte und 1992 in Saskatoon verstarb.
Fußball
Raimonds Neimanis begann seine Laufbahn im Fußball als Torwart beim RFK Riga. Mit dem Verein wurde er 1931 lettischer Meister. Anschließend spielte er ein Jahr lang für die Universität Lettlands, von wo er zur Mannschaft des LSB Riga wechselte, die gerade aus der höchsten Spielklasse, der Virslīga abgestiegen war. Nach mehreren Jahren beim LSB, in denen er parallel auch für die Mannschaft seiner Studentenverbindung Beveronija spielte, war er ab 1937 für das Betriebsteam seines Arbeitgebers VEF Riga (Valsts elektrotehniskā fabrika) aktiv. Mit VEF stieg er von der zweiten Liga der Rigaer Stadtmeisterschaft bis in die Virslīga auf. In der letzten Saison des unabhängigen Lettlands absolvierte er 12 von 14 Spielen für VEF in der höchsten Spielklasse. In der VEF-Mannschaft der Virslīga spielte er nicht als Torwart, sondern als Mittelstürmer, während im Tor der frühere lettische Nationalspieler Viktors Vizla fest gesetzt war. Unter den Umständen des Zweiten Weltkriegs blieb Neimanis dem VEF-Team treu und spielte dort bis 1944, bis er in die Lettische Legion eingezogen wurde.
Bandy
Im Bandy, wo Neimanis auch als Torwart spielte, trat er Ende der 1920er Jahre für den RFK Riga bei den lettischen Bandy-Meisterschaften an. Zur Saison 1931/32 wechselte er zum LSB Riga und wurde mit diesem 1932 und 1933 lettischer Meister.[1]
Eishockey
Mit dem zunehmenden Aufschwung des sogenannten „kanadischen Eishockeys“ wurde Bandy in Lettland allmählich an den Rand gedrängt, und Neimanis wurde Torwart der Eishockeymannschaft des LSB Riga. Die Saison 1933/34 verlief für ihn recht erfolgreich – seine Leistungen wurden sowohl von der Sportpresse als auch von der Eishockeyleitung anerkannt, und er wurde in die Liste der Kandidaten für die Lettische Eishockeynationalmannschaft aufgenommen. Im Herbst 1935 wurde Neimanis erneut als einer der vier besten Eishockeytorhüter Lettlands in die erweiterte Nationalmannschaft berufen – in Vorbereitung auf die Teilnahme des Teams an den Olympischen Winterspielen 1936.
Weblinks
- Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch)
- Lebenslauf bei timenote.info (lettisch)
- Raimonds Neimanis bei eliteprospects.com (englisch)