Raimund Schmidpeter

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Raimund Josef Karl Schmidpeter (* 15. November 1883 in München; † 19. März 1972 in Oberaudorf/Inn) war ein deutscher Dirigent, Pianist und Komponist.

Leben

Raimund Schmidpeters Vater Josef Schmidpeter stammte aus Laibstadt; er war Eisenbahnbeamter („Expediteur“) in München, seine Mutter war Franziska, geborene Mack. Der musikalisch hochbegabte Raimund studierte in München an der Königlichen Akademie für Tonkunst ab 1901/2 Klavier und Orgel und schloss dort 1905 mit Bestnoten ab; seine Lehrer waren unter anderen Felix Mottl und Berthold Kellermann.

In den Jahren 1907 und 1908 dirigierte er Aufführungen des Münchener Akademischen Orchester-Verbands (AOV)[1], um dann ab Juni 1911 zum Chordirektor am Hoftheater in Mannheim („Philharmonischer Verein Mannheim“) ernannt zu werden[2]. Dort wirkte er bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1914. Unter seinem Dirigat musizierten bedeutende Solisten, wie zum Beispiel Josef Lhévinne, Eugène Ysaÿe, Joseph Szigeti und viele andere. Gleichzeitig fungierte er über etwa zwei Jahrzehnte regelmäßig bei den Bayreuther Wagner Festspielen als Korrepetitor und als Assistent von Karl Muck.

Schließlich wurde er zum Professor für Opernkorrepetition an der Münchener Musikhochschule ernannt, wo er bis mindestens 1933 wirkte.

Danach entfaltete er eine rege Kompositionstätigkeit[3], vorwiegend von groß besetzter Orchestermusik. Einige wenige überlieferte Konzertplakate oder Programmzettel belegen seine fortgesetzte Tätigkeit als Orchesterdirigent und Pianist. Spätestens seit 1960 lebte Schmidpeter zurückgezogen in einer Dachwohnung auf einem Bauernhof in Oberaudorf/Inn. Dort setzte er seine Tätigkeit als Komponist fort und malte und zeichnete auch viel. Sein musikalischer Nachlass (überwiegend autographe Partituren) und einige wenige biografische Dokumente -- u. a. auch Portraitfotos -- befinden sich in der Bayerischen Staatsbibliothek in München.[4]

Einzelnachweise

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