Raimund van Well
deutscher Bildhauer und Installationskünstler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben
Raimund van Well wurde im Jahr 1953 im nordrhein-westfälischen Essen geboren. Er absolvierte zwischen 1972 und 1976 ein Studium der Philosophie und Physik an der Ruhr-Universität Bochum. Diesem schloss sich ein weiteres Studium an der Kunstakademie Düsseldorf an, das er 1980 beendete. Zu seinen Lehrern in Düsseldorf gehörten die Bildhauer Micha Ullman und Norbert Kricke, dessen Meisterschüler van Well wurde. Durch die Akademie wurde er 1979 mit einem Stipendium gefördert, das ihn nach New York führte. Bis 1982 betrieb van Well ein Atelier in Wuppertal.
Im Jahr 1983 wurde er Stipendiat des Deutsch-Französischen Jugendwerks und verbrachte einige Zeit auf der Île d’Ouessant und in Paris. Zwischen 1984 und 1986 wurde van Well Lehmbruck-Stipendiat der Stadt Duisburg, 1990 erhielt er den Nixdorf Art Prize in Duisburg verliehen. Zwischen 1990 und 1992 war der Künstler als Lehrbeauftragter an der Kunstakademie Düsseldorf tätig. Über die Stiftung Kunstfonds Bonn wurde Raimund van Well 1996 mit einem Arbeitsstipendium ausgezeichnet. Raimund van Well unterhielt seit 1983 ein Atelier in Duisburg.[2] Er starb im Oktober 2017.
Werke (Auswahl)
Raimund van Well war als Bildhauer und Installationskünstler tätig. Er fokussierte sich dabei schwerpunktmäßig auf die Arbeiten an Stahlplastiken. Der Direktor des Lehmbruck-Museums Duisburg, Christoph Brockhaus, urteilte über seine Skulpturen: „Das Kunstwerk geradezu als lebendiges Wesen begreifend entwickelt er sowohl Figurationen aus vorgefundenen Materialien und Objekten, als auch Figurenzeichen, die Stahlplastik in einem umfassenden Sinne begreifend: als Material, Masse und Metapher.“ Mehrere Arbeiten van Wells befinden sich heute in öffentlichen Sammlungen. Einzelausstellungen des Künstlers sind in folgenden Orten nachweisbar:
- 1986, Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal
- 1986, Lehmbruck-Museum, Duisburg
- 1989, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
- 1990–1992, Kunstakademie Düsseldorf, Düsseldorf
- 2000, Kunstsammlungen Chemnitz, Chemnitz
- 2001, Museum DKM, Duisburg
Literatur
- Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
Weblinks
- Kunstportal Sparkasse Wuppertal: Raimund van Well