Rainer-Maria-Rilke-Straße 7 (Weimar)
Bauwerk in Weimar
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Das Haus Rainer-Maria-Rilke-Straße 7 ist eine Villa in der Weimarer Südstadt.
Geschichte
Diese Villa wurde für repräsentative Zwecke gestaltet. Zur Bauzeit hieß die Rainer-Maria-Rilke-Straße Buchfarter Straße.[1] Seiner Gestalt nach orientiert es sich an der Reformarchitektur, was nicht zuletzt sich an den Fensterläden ablesen lässt. Es ist dem Heimatschutzstil zuzurechnen. Dort befand sich das Rilke-Archiv.[2] Seine Tochter Ruth Sieber-Rilke, die das Archiv mitbegründete, verwaltete dieses 1928–1949. Es befand sich ab 1949 im Badischen Gernsbach.[3] 2022 ging es an das Deutsche Literatur Archiv Marbach.[4] Ruth Rilke wiederum und damit auch das Rainer-Maria-Rilke-Archiv war Gegenstand eines Romans.[5]
Der Sockel des eingeschossigen Baues ist mit Bossenquadern aus Naturstein verkleidet. Das Gebäude ist von der Straßenflucht um die Breite eines Vorgartens zurückgesetzt.
Das Haus befindet sich im sanierten Zustand. Die alte Bausubstanz konnte dabei weitgehend erhalten werden. Was nicht erhalten werden konnte, wurde mit den ursprünglichen Materialien nachgearbeitet. So wurden z. B. Eichenholzfußböden, Fliesen und Teppichböden aufgearbeitet oder neu eingebaut. Ein offener Kamin, eine helle Wohnhalle mit großem Blumenfenster, sind Merkmale für den Charakter des Gebäudes.[6]
Im Gebäude befinden sich mehrere vermietete Wohneinheiten.