Ralph Quinke

deutscher Fotograf und Fernsehjournalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Ralph Quinke (* 1954 in Kassel) ist ein deutscher Fotograf und Fernsehjournalist.

Leben und Wirken

Quinke besuchte in seiner Zeit als Austauschschüler in den USA sein erstes Jazzkonzert. Zurück in Deutschland fuhr er 1971 zu den Berliner Jazztagen, wo er bereits auf der Bühne fotografierte. In der Folge schrieb und fotografierte er für Stern, Die Zeit und Rolling Stone. Als Fotoreporter hatte er zweimal, zuletzt 1989, die Gelegenheit, Miles Davis in seinem Haus in Malibu zu besuchen.[1] Zwischen der Mitte der 1980er Jahre und 1996 war er zudem als Autor und Regisseur von über 250 Dokumentarfilmen, Reportagen und TV-Features für die Sender der ARD sowie Arte und 3sat tätig. Er produzierte Kulturdokumentationen und Alltagsreportagen. Zwischen 1996 und 2019 arbeitete er als Autor für Spiegel TV Reportage. Seitdem ist er wieder als freier Fernsehjournalist tätig; gelegentlich schreibt er für den Feinschmecker.

Preise und Auszeichnungen

Für die Dokumentation „Vergiftete Geschenke – Wie Subventionen Armut schaffen“ (Spiegel TV, 2007) erhielt Quinke 2008 den Medienpreis Entwicklungspolitik[2] sowie die Goldmedaille vom New York Film Festival und den „Goldenen Panda“ vom Sichuan Filmfestival.

Fotobücher

  • Jazz + More. Kiel: Nieswand, 1992
  • Miles Davis – Three Days in Malibu. Zürich: Scheidegger & Spiess, 2025[3]

Filmografie (Auswahl)

  • Spielen, als sei’s das letzte Mal. Der Pianist Cecil Taylor (1986, NDR)
  • Die Miles-Davis-Story (1987, NDR)
  • Deutsche Sitten (1992, Arte)
  • Wer bremst, verliert. Die Deutschen und die Autos (1995, ARD)
  • Simone de Beauvoir (1995, Arte) mit Karl-Heinz Götze

Einzelnachweise

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