Ramona

weiblicher Vorname From Wikipedia, the free encyclopedia

Ramona ist ein weiblicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung

Ramona ist die weibliche Form des spanischen Namens Ramón, welcher vom deutschen Vornamen Raimund abgeleitet ist.[1] Dieser setzt sich aus dem germanischen Wort für „Rat, Beschluss“ (ragin) und dem althochdeutschen Wort für „Schutz“ (munt) zusammen.

Verbreitung

Der Name Ramona wird in Deutschland seit 1930 jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Besonders beliebt war er in den 1980er und 1990er Jahren, danach ging seine Beliebtheit stetig zurück. In den letzten 10 Jahren wurden rund 260 Mädchen so genannt.[2] In Österreich zählte der Name von 1984 bis 1994 zu den 100 beliebtesten Mädchennamen, danach ließ seine Popularität nach.[3] Von 1984 bis 2023 wurde er etwa 2.000 Mal vergeben. In der Schweiz kommt der Name seit Mitte der 1940er Jahre in der Namensgebung vor. Von 1930 bis 2023 wurde der Name circa 6.200 Mal gewählt.[2]

Die Schreibweise Ramóna gehörte in Ungarn von 2000 bis 2015 zu den 100 beliebtesten Vornamen.[4] In Polen lag der Name 2004 und 2005 kurzzeitig in den Top-200.[5] Der Name ist in Norwegen und Schweden ein mäßig beliebter Mädchenname. In Dänemark wird er hingegen eher selten vergeben.[6] In den Niederlanden wurde der Name seit Ende der 1930er Jahre fast jährlich vergeben. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre gehörte er zu den Top-100. Die Vergabe ist auch in Belgien, Frankreich und Liechtenstein sowie den englischsprachigen Ländern England, Schottland und Kanada nachgewiesen.[2] Der Name wurde in den USA von Ende des 19. Jahrhunderts bis Ende der 1980er Jahre fast jedes Jahr vergeben. Besonders beliebt war er in den Jahren 1928 und 1929, als er Rang 117 bzw. 120 belegte.[7]

Bekannte Namensträgerinnen

siehe auch
  • Kommandantin Ramona (1959–2006), führendes Mitglied der mexikanischen Rebellenarmee Ejército Zapatista de Liberación Nacional

Buchtitel

Ramona heißt ein Roman der amerikanischen Schriftstellerin Helen Hunt Jackson. Das 1884 veröffentlichte Werk um die Diskriminierung von Indianern gilt besonders im Süden von Kalifornien, dem Gebiet der Handlung, als extrem populär und erfuhr allein in Hollywood vier Verfilmungen (1910, 1916, 1928 und 1936; eine fünfte entstand 1946 in Mexiko), wovon allerdings nur die 1928er Version des Regisseurs Edwin Carewe in deutschen Lichtspielhäusern zu sehen war.

Siehe auch

Einzelnachweise

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