Randy Kaye
US-amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Perkussion)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Randy D. Kaye (* 20. Mai 1947 in Brooklyn, New York City; † 16. August 2008[1]) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Perkussion).
Leben und Wirken
Kaye wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf. Er war der Sohn von Alan Kaye, einem Saxophonisten, der in vielen Bigbands spielte, und seiner Mutter Leona, die Jazzsängerin war. Schon früh begann Randy Saxophon zu spielen. Als er an rheumatischem Fieber erkrankte, schenkte ihm sein Vater ein Schlagzeug. Er besuchte Schulen in Brooklyn und war auch als Boxer bei den Golden Gloves tätig. Bereits mit 15 Jahren begann er professionell Schlagzeug zu spielen. Er jammte mit Musikern wie Kenny Dorham und Rahsaan Roland Kirk, um schließlich von Tony Scott engagiert zu werden, in dessen Band er zusammen mit Paul Chambers und Jaki Byard spielte. Kurz darauf lernte er Perry Robinson und David Izenzon kennen und gründete mit ihnen die Unitrio Band. Kaye spielte in New York City auch bei Steve Tintweiss and the Purple Why (Live in Tompkins Square Park 1967), einer Band, der auch Jacques Coursil und Perry Robinson angehörten.[1]
Des Weiteren arbeitete Kaye mit der Sängerin Sheila Jordan zusammen und wurde Anfang 1969 Schlagzeuger bei Jimi Hendrix, der gerade eine neue Band zusammenstellte und sich experimentellerer Instrumentalmusik zugewandt hatte. Randy Kaye war Mitglied der Gypsy Sun and Rainbows Band und spielte mit dem Gitarristen beim „Tinker Street Gig“; Jimi Hendrix’ Manager Chas Chandler beendete dieses Projekt kurz vor dem Woodstock-Festival im August desselben Jahres. Zu dieser Zeit schloss sich Kaye Jimmy Giuffre an, mit dem er die nächsten 25 Jahre zusammenarbeitete. Giuffre brachte ihn in die Berkshires in Massachusetts, wo er den Rest seines Lebens leben und spielen sollte. Daneben verbrachte er Zeit in Europa und tourte mit der französischen Band 3 Windows, zu der auch Rémi Charmasson und André Jaume gehörten.[1]
Daneben arbeitete Kaye auch mit Musikern wie Bobby Naughton, Bob Nieske, Joe Finn, Pieter Ostrander, zuletzt in Frankreich mit Anthony Ortega, Charmasson und Guillaume Séguron (Bonjour). 2016 erschien posthum ein Album mit Aufnahmen unter eigenem Namen, an denen der Trompeter Enrico Rava beteiligt war. Im Bereich des Jazz war er laut Tom Lord zwischen 1967 und 2001 an 21 Aufnahmesessions beteiligt.[2]
Kaye unterrichtete zeitweilig als Lehrbeauftragter (Adjunct Professor) an der New York University.[1]
Diskographische Hinweise
- Bobby Naughton Units: Understanding (1972 bzw. Japo 1973), mit Perry Robinson, Mark Whitecage, Richard Youngstein, Mario Pavone, Laurence Cook
- Jimmy Giuffre: Music for People, Birds, Butterflies and Mosquitos (1973)
- Three Windows + Two: A Portrait of Jimmy Giuffre (CELP, 1999)
- Randy Kaye Quintet Feat. Enrico Rava: Brooklyn 1967, May 24th - Tears for a Year Gone By (Philology, 2016), mit Steven Tintweiss, Joel Peskin, Peter Lemer
- Bobby Naughton Trio: Housatonic Rumble: Live at Charlie’s Tap (NoBusiness Records, 1985, ed. 2025), mit Joe Fonda
Weblinks
- Randy Kaye bei Discogs
- Randy Kaye bei AllMusic (englisch)
- Randy Kaye. In: All About Jazz. Abgerufen am 31. Dezember 2025 (englisch).