Rapunzel und die Rückkehr der Falken
Film von Christoph Heimer (2023)
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Rapunzel und die Rückkehr der Falken ist ein deutsch-tschechischer Fernsehfilm, der frei auf Grimms Märchen Rapunzel beruht, und ein Debütfilm in der Regie von Christoph Heimer nach dem Drehbuch von Max Honert aus dem Jahr 2023. Produziert wurde der Film von der PROVOBIS Gesellschaft für Film und Fernsehen mbH im Auftrag des ZDF für die Märchenfilmreihe Märchenperlen. Die Erstausstrahlung in Deutschland erfolgte am 24. Dezember 2023 im ZDF.
| Folge 21 der Reihe Märchenperlen | |
| Titel | Rapunzel und die Rückkehr der Falken |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Tschechien |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 90 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen mbH |
| Regie | Christoph Heimer |
| Drehbuch | Max Honert |
| Produktion | Jens Christian Susa |
| Musik | Stefan Maria Schneider |
| Kamera | Patrick-D. Kaethner |
| Schnitt | Patrick Wilfert |
| Premiere | 24. Dez. 2023 auf ZDF |
| Besetzung | |
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Handlung
Einst als Neugeborenes von ihren leiblichen Eltern ausgesetzt, wächst Rapunzel tief im Wald bei der Magierin Eleonor auf. Als Königin Freya die Magierin überraschend zu Hof bestellt, um das Thronfolge-Ritual ihres Sohnes Prinz Sigismund zu bezeugen, folgt Rapunzel ihr und freundet sich mit dem mehr wissenschaftlich interessierten Prinzen sowie dessen Freund Pip an.
Eleonor wird während des Rituals von ihrer Vergangenheit eingeholt, diente sie doch vor vielen Jahren dem König und verschuldete mit ihrer Magie unbeabsichtigt seinen Tod. Nun fordert die Königin die Dienste der Magierin ein, um ihren vermeintlich schwachen Sohn zu beschützen. Zwar hilft Eleonor dem jungen Prinzen bei der rituellen Turmbesteigung, sieht sich jedoch nicht imstande, ihm auch ewige Treue zu schwören. Zornig lässt die Königin Rapunzel und Eleonor unter falschen Anschuldigungen einsperren. Sigismund und sein bester Freund Pip befreien sie heimlich, Rapunzel und Eleonor fliehen in einen versteckten Turm in den Wäldern.
Jahre später lebt Rapunzel noch immer im Turm, ohne ihn je verlassen zu haben. Prinz Sigismund beteiligt sich an den Suchaktionen seiner rachsüchtigen Mutter, jedoch nur, um die Geliebte wiederzusehen. Als Rapunzel entgegen Eleonors Befehl erstmals den Turm verlässt, trifft sie auf Sigismund. Doch da Soldaten bei ihm sind, glaubt sie, er handle im Auftrag seiner Mutter, und flieht zum Turm. Sigismund folgt ihr. Zusammen mit Pip, der mittlerweile als Hofnarr dient, schafft es der Prinz, den Turm zu besteigen.
Rapunzel und Sigismund finden wieder zu ihrem einstigen Vertrauen zurück. Als sie aber ihren herrschsüchtigen Eltern entkommen wollen, werden sie von Königin Freya und ihrem Gefolge gestellt. Durch einen letzten mächtigen Zauber kann Magierin Eleonor ihre Ziehtochter fortzaubern. Doch dieser Zauber kostet Eleonor das Leben und Sigismund das Augenlicht. Der blinde Prinz gibt Rapunzel aber nicht verloren und lässt sich von Pip tief in die Wälder führen. Mit den Tränen des Wiedersehens heilt Rapunzel ihn. Beide beschließen, mit den Traditionen zu brechen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen – Sigismund besteigt nicht den Thron, sondern lebt mit Rapunzel in den Wäldern. Pip überbringt der Königin die Nachricht und sorgt dafür, dass es bis ans Ende ihres Lebens auch so bleibt.
Produktion und Veröffentlichung
Der Märchenfilm Rapunzel und die Rückkehr der Falken ist eine Produktion der PROVOBIS FILM, Produzent Jens C. Susa in Koproduktion mit MIA Film im Auftrag des ZDF und wird gefördert vom Tschechischen Staatsfonds der Kinematografie. Die verantwortliche Redaktion im ZDF liegt bei Jörg von den Steinen. Der Weltvertrieb liegt bei ZDF Studios (vormals ZDF Enterprises).[1]
Die Dreharbeiten fanden vom 18. April bis zum 17. Mai 2023 in den Filmstudios Barrandov in Prag und auf der Burg Šelmberk (Okres Tábor) in Südböhmen statt. Der dortige, gut erhaltene Wehrturm ist 26 Meter hoch und wurde bereits 1783 als Aussichtsturm ausgebaut. Die im Film zu sehende oberste Etage wurde per Tricktechnik auf den Wehrturm gesetzt. Das Heraufziehen an der Burgwand am Rapunzel-Haar wurde vor Ort ganz real mit einer speziellen Krankonstruktion gedreht. Der Song zum Film Casually Cruel stammt von Pop-Sängerin Leslie Clio. Die Fernsehpremiere in Deutschland erfolgte am 24. Dezember im ZDF.
Kritiken
„Rapunzel und die Rückkehr der Falken (Provobis, Mia) ist eine kühne Neuinterpretation des Klassikers. Das romantische Abenteuer ist optisch nicht so fulminant wie die letzten ZDF-Märchen, erfreut aber ebenfalls durch einige Schauwerte und ein ansprechend besetztes Ensemble, allen voran Andrea Sawatzki ausnahmsweise mal nicht als Hexe sowie Christina Große als böse Königin, die Rapunzel und ihrer Adoptivmutter nach dem Leben trachtet. Die künstlerischen Freiheiten, die sich Drehbuchautor Max Honert bei der Adaption der Grimm’schen Vorlage genommen hat, sind ohnehin recht reizvoll.“
„Nach einem Zeitsprung in die Teenagerjahre sind Rapunzel und Sigismund mit Anna-Lena Schwing und Luke Matt Röntgen zwar ansprechend besetzt, aber wie so oft in solchen Filmen hat die interessantere Rolle nicht das Liebespaar, sondern der beste Freund: Tom Böttcher ist als Hofnarr Pip, der der Königin mit seinen kecken Scharaden einen frechen Spiegel vorhält, auch aus erwachsener Sicht ziemlich witzig. Pips Kommentare sorgen regelmäßig für eine ironische Brechung des ansonsten klassisch und kindgerecht erzählten Märchens; als begnadeter Stimmenimitator ist er zudem maßgeblich an gleich drei entscheidenden Wendepunkten beteiligt. Andrea Sawatzki und Christina Große sind ohnehin eine treffliche Besetzung für die beiden Gegenspielerinnen.“
„Eine recht originelle Variante des ‚Rapunzel‘-Märchens mit gelungenen Einfällen und schauprächtiger Ausstattung. Auch Sequenzen mit effektgeladenem Budenzauber sind wirkungsvoll, drohen aber die stilleren Momente an den Rand zu drängen.“
