Rathaus (Werden)
Rathaus im Essener Stadtteil Werden
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Das Werdener Rathaus im Essener Stadtteil Werden war Sitz der Verwaltung der 1857 gegründeten Bürgermeisterei Werden. Das Gebäude aus dem Jahr 1880 verlor seine Funktion 1929, als die Bürgermeisterei zur Stadt Essen eingemeindet wurde. Heute steht es unter Denkmalschutz und dient als Verwaltungsstelle.

Geschichte
In den Jahren 1879/1880 wurde das Werdener Rathaus nach Plänen des Kupferdreher Architekten Wilhelm Bovensiepen am Werdener Markt, auf dem Grundstück des ersten Postwärteramts von Werden, errichtet. Es ist an den Baustil der Neorenaissance angelehnt.[1]
Am 13. November 1881 wurde das vom Werdener Künstler Wilhelm Albermann geschaffene Kriegerdenkmal auf dem Rathausvorplatz eingeweiht. Es erinnerte an die Gefallenen der Einigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71 und entwickelte sich zum einst zentralen Schauplatz patriotischer Festlichkeiten.
Die Essener Architekten Karl Großkopf (*7. August 1879 in Wiemelhausen)[2] und Johann Kunz führten umfangreiche Modernisierungen und Erweiterungen des Rathauses in den Jahren 1912/1913 durch.[3] Dabei wurde das Gebäude nach Westen deutlich verlängert und im Nordosten um einen Anbau ergänzt. Zudem erhielt das Treppenhaus ein dem Jugendstil angepasstes Aussehen.[1]
Der letzte, 1904 erstmals gewählte Werdener Bürgermeister, Joseph Breuer, wohnte ab 1920 im Bürgermeisterhaus an der Heckstraße 105.[4]
Nachnutzung
Seit der Eingemeindung Werdens zur Stadt Essen am 1. August 1929 wird das Rathaus bis heute als Bezirksverwaltungsstelle genutzt. Am 14. Februar 1985 wurde es in die Denkmalliste der Stadt Essen eingetragen.[5]