Ratten (Steiermark)

Gemeinde im Bezirk Weiz, Steiermark From Wikipedia, the free encyclopedia

Ratten ist eine österreichische Gemeinde mit 1087 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Weiz in der Steiermark.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Ratten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Ratten
Ratten (Steiermark) (Österreich)
Ratten (Steiermark) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Hauptort: Kirchenviertel
Fläche: 28,71 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 15° 44′ O
Höhe: 765 m ü. A.
Einwohner: 1.087 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8673
Vorwahl: 03173
Gemeindekennziffer: 6 17 41
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchenviertel 211
8673 Ratten
Website: www.ratten-steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Heim (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(14 Mitglieder)
9
5
1
9 5 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Ratten im Bezirk Weiz
Lage der Gemeinde Ratten (Steiermark) im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)AngerFloingGutenbergNaasRattenThannhausen
Lage der Gemeinde Ratten (Steiermark) im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
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Ratten
Ratten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Ratten liegt etwa 25 Kilometer nördlich der Bezirkshauptstadt Weiz zwischen Pretulalpe und Joglland im oberen Feistritztal in einer Seehöhe zwischen 740 und 1656 Meter über dem Meer. Die höchsten Erhebungen sind Steinriegel (1577 m) und Pretul (1656 m).

Die Gemeinde hat eine Fläche von 28,71 Quadratkilometer. Davon sind 33 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 58 Prozent Wald und 5 Prozent Almen.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Grubbauer und Kirchenviertel.

Nachbargemeinden

Langenwang
(Bez. Bruck-Mürzzuschlag)
Mürzzuschlag
(Bez. Bruck-Mürzzuschlag)
Rettenegg
St. Kathrein am Hauenstein Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Rettenegg
Fischbach Strallegg St. Jakob im Walde
(Bez. Hartberg-Fürstenfeld)

Geschichte

Der Ort wird 1340 als in der Roeten erwähnt.[3] Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Ab dem Jahr 1922 gab es den Bergbau Ratten-St. Kathrein im Ort. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. Am 26. Juli 1944 wurde eine amerikanische Boeing B-17 von deutschen Jagdflugzeugen abgeschossen, wobei fünf Besatzungsmitglieder den Tod fanden.[4]

1945 bis 1955 war Ratten Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. 1960 wurde der letzte Stollen, der „Friedensstollen“ geschlossen. Das ehemalige Bergwerksdorf ist heute ein Urlaubs- und Erholungsort.

Oktober 2014 wird durch eine Erweiterung auf 21 Windräder der Windpark auf der Rattener Alm / auf dem Berg Steinriegel (vor dem in Oberzeiring) zum größten in hochalpiner Lage.[5] Am Windpark Steinriegel 1 aus 2005 mit 34 Gigawattstunden Jahresstromerzeugung aus 10 Rädern ist Wienenergie zu 85 % beteiligt. Die 11 Räder des Windparks Steinriegel 2 (45 GWh/a) gehören Wienenergie zur Gänze.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Ratten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
820
1880
 
877
1890
 
817
1900
 
813
1910
 
881
1923
 
1.099
1934
 
1.364
1939
 
1.374
1951
 
1.522
1961
 
1.510
1971
 
1.371
1981
 
1.295
1991
 
1.320
2001
 
1.282
2011
 
1.175
2021
 
1.082
2025
 
1.087
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Rosenkranzkapelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirchenviertel, Pfarrkirche zum hl. Nikolaus
  • Katholische Pfarrkirche Ratten hl. Nikolaus
  • Rosenkranzkapelle aus dem Jahre 1664[7]
  • Museum „Bergbau Ratten“
  • Blasmusikmuseum Ratten

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismusverband

Die Gemeinde bildete gemeinsam mit Birkfeld, Fischbach, Miesenbach, Rettenegg, Strallegg, St. Kathrein am Hauenstein, St. Jakob im Walde, Waldbach-Mönichwald, Wenigzell und Vorau bis 2021 den TourismusverbandJoglland-Waldheimat“. Dessen Sitz war in der Gemeinde St. Jakob im Walde.[8] Im Zuge der steirischen Tourismusstrukturreform 2021 wurde der Tourismusverband Joglland – Waldheimat mit den anderen Oststeirischen Tourismusverbänden zusammengelegt.[9]

Bildung

In Ratten bestehen:[10]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Ratten setzt sich aus insgesamt 15 Mitgliedern zusammen. Nach der Gemeinderatswahl 2015 stellte die SPÖ erstmals die absolute Mandatsmehrheit in der Gemeinde und lag damit vor der ÖVP, die mit 35 % der Stimmen auf ihren historischen Tiefststand im ehemals traditionell bürgerlichen Dorf gefallen war. Indes konnte die FPÖ ihren Stimmenanteil von rund 5 % kaum verändern und verpasste daher zum zweiten Mal in Folge den Einzug in den Gemeinderat.

Weitere Informationen Partei, Sti. ...
Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2025 2020 2015 2010 2005 2000 1995
Sti. % M. Sti. % M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti. % M.
SPÖ 409 55 9 412 55 9 5186010 399457 397457 235294 215 25 4
ÖVP 269 36 5 309 41 6 3023505 387437 421487 435549 480 56 9
FPÖ 63 9 1 31 4 0 0470500 046050 056061 058071 100 12 1
Bürgerliste Ratten nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 5871 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Die Grünen nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 84101 64 7 1
Wahlberechtigte 904 950 993 997 1.007 972 987
Wahlbeteiligung 83 % 81 % 89 % 90 % 88 % 84 % 88 %
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Bürgermeister

Thomas Heim (SPÖ) wurde in seinem Amt als Bürgermeister wiedergewählt.[11][12][13]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters die Vizebürgermeisterin Daniela Zapf (SPÖ) und der Gemeindekassier Hannes Pimeshofer (ÖVP) an.[12][13]

Wappen

Mit Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung besitzt Ratten seit 1. Mai 1975 das Recht zur Führung des Gemeindewappens.[14]

Wappenbeschreibung: „In einem durch Wellenschnitt von Silber zu Grün gespaltenen Schild vorn drei grüne Nadelbäume, hinten das silberne Bergwerkszeichen über drei (1:2) silbernen Kugeln.“

Das Wappen wurde vom damaligen Direktor der Hauptschule Ratten Johann Allmer entworfen. Die Wellenlinie in der Mitte des Wappens symbolisiert den Fluss Feistritz, der die Tallandschaft prägt. Die drei Nadelbäume sollen den Waldreichtum im Gemeindegebiet darstellen. Das Bergwerkszeichen erinnert an den bis 1960 erfolgten Braunkohlebergbau. Die drei Kugeln sind das Symbol für den Hl. Nikolaus, den Patron der Pfarrkirche von Ratten.

Städtepartnerschaften

Seit 1978 besteht eine offizielle Partnerschaft mit der Gemeinde Waldalgesheim, Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz in Deutschland Deutschland.[15]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1964: Franz Wegart (1918–2009), Landesrat[16]
  • 1982: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann
  • 2022: Herbert Sinz (1922) Alt.Bgm.der Partnergemeinde Waldalgesheim (Rheinland/BRD)
  • 2025: Thomas Schnubert (1977), Vize-General der französischen Garde (Straßburg)

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Ratten – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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