Rautenberg (Harsum)

Ortschaft der Gemeinde Harsum im niedersächsischen Landkreis Hildesheim, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Rautenberg ist eine von neun Ortschaften der Gemeinde Harsum im niedersächsischen Landkreis Hildesheim.[3]

Schnelle Fakten Gemeinde Harsum ...
Rautenberg
Gemeinde Harsum
Wappen von Rautenberg
Koordinaten: 52° 13′ N, 10° 2′ O
Höhe: 78 m ü. NHN
Fläche: 5,81 km²[1]
Einwohner: 542 (30. Juni 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31177
Vorwahl: 05128
Rautenberg (Niedersachsen)
Rautenberg (Niedersachsen)
Lage von Rautenberg in Niedersachsen
Evangelisch-lutherische St.-Cosmas-und-Damian-Kirche
Evangelisch-lutherische St.-Cosmas-und-Damian-Kirche
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Geografie

Der Ort liegt rund sieben Kilometer östlich von Harsum. Eine gute Verkehrsanbindung besteht über die Landesstraße 411, die mitten durch das Dorf verläuft, an die Bundesstraßen 1 und 494. Die Bundesautobahn 7 ist über die Anschlussstelle Hildesheim erreichbar. Einen Bahnanschluss gibt es in Harsum an der Strecke Lehrte–Hildesheim nach Hannover und Hildesheim. Nördlich fließt der Bruchgraben an der Kreisgrenze zu Peine.

Der von der Landwirtschaft geprägte Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Zuckerfabrik Clauen.

Geschichte

Erdhügel der Burg Rautenberg

Rautenberg ist eine alte Bauernsiedlung, die wohl aus germanischer Zeit stammt. Nach der Ortschaft ist das Rittergeschlecht derer von Rautenberg benannt, nach denen wiederum die heutige Hauptstraße, die Rutenbergstraße, ihren Namen hat. Die Überreste der Burg Rautenberg, die bei einem Brand im frühen Mittelalter nahezu vollständig zerstört wurde, sind lediglich noch in Form des „Hahnewall“ genannten Mottenhügels erhalten. Auf dem Grund eines dort befindlichen Brunnens wurden in den 1970er Jahren einige mittelalterliche Waffen, Metflaschen und Gebrauchsgegenstände gefunden. Die Herren von Rautenberg blieben noch bis zu ihrem Erlöschen 1647 Grundherren in Rautenberg, lebten aber in Hildesheim, im Rautenbergschen Hof an der Ecke Michaelisplatz / Langer Hagen, einem hochgekragten Fachwerkbau, der 1945 bei den Luftangriffen auf Hildesheim zerstört wurde, sowie seit dem 13. Jahrhundert auch auf Schloss Rethmar.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Rautenberg durch Eingemeindung zur Ortschaft der Gemeinde Harsum.[4]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohnerQuelle
1910399[5]
1925434[6]
1933415
1939408
195010000[7]
1956676
1961585[8]
1970503
JahrEinwohnerQuelle
1973498[1]
1980474[2]
1990495
2000587
2010553
2015511
2019542
000
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Politik

Ortsrat

Der Ortsrat, der den Ortsteil Rautenberg vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[9]

  • Wählergruppe „Gemeinsam für Rautenberg“: 5 Sitze

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister ist Martin Arlt (SPD). Sein Stellvertreter ist Karsten Bauche (CDU).[10]

Wappen

Wappen von Rautenberg
Wappen von Rautenberg
Blasonierung: „In Gold balkenweise acht schwarze Rauten in zwei Reihen (5:3).“[11]
Wappenbegründung: 1647 starb das Rittergeschlecht derer von Rautenberg aus. Es hatte im Dorfe seinen Stammsitz und überdies großen Grundbesitz. Daher gab es auch keine Bedenken, den Schild der Rautenberger Ritter sich als Gemeindewappen zu eigen zu machen. (niederdeutsch Rutenberg) Das Wappen der Ritter zeigte darüber hinaus eine schwarz goldene Helmdecke und auf dem Helm einen roten spitzen Hut mit einer Pfauenfeder (vgl. Blatt 182 des 1605 in Nürnberg erschienenen Wappen-Buchs von Johann Siebmacher, wo sich im Schild in der oberen Reihe allerdings nicht fünf, sondern nur vier Rauten befinden). Die acht Rauten im Wappen der v. Rutenbergs sollen bedeuten: „Acht. Rute. Swart. Or. Das heißt: Echt Gericht, Gesetz und Recht.“[12]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Öffentliche Einrichtungen

In Rautenberg gibt es einen Kindergarten, einen Sportplatz, einen Friedhof und ein Feuerwehrhaus. Auf dem Hahnewall wurde es eine Rodelbahn eingerichtet mit „Teufelsbahn“, „Huckelbahn“ und „Babybahn“. Am Dorfteich befindet sich ein Rastplatz.

Persönlichkeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Johann Conrad Müller (1704–1798), Orgelbauer des 18. Jahrhunderts, der im Umkreis von Hildesheim wirkte, er baute 1765 die Orgel der örtlichen St.-Cosmas-und-Damian-Kirche

Einzelnachweise

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