Raymond O’Connor

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Raymond John O’Connor (* 13. September 1952 in New York City, New York; † 9. Oktober 2023) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der von 1985 bis 2016 aktiv war.[1][2][3]

Leben

O’Connor wurde 1952 im New Yorker Stadtteil Parkchester in der South Bronx geboren. Er wuchs in einer typisch irisch‑katholischen Familie auf und besuchte katholische Schulen. In seiner Jugend kam es zu kleineren Konflikten mit der Polizei, die jedoch nicht prägend für seinen späteren Lebensweg wurden. Angaben zu seinen Eltern sind öffentlich nicht dokumentiert; bekannt ist jedoch, dass er einen Bruder namens Kevin hatte.[1][4]

Nach der Schulzeit besuchte O’Connor Anfang der 1970er-Jahre das Belmont Abbey College, ein Benediktinerkloster in North Carolina. Obwohl er nie vorhatte, dem Orden beizutreten, prägte ihn die Zeit dort intellektuell, emotional und spirituell. Während und nach dem Studium arbeitete er in verschiedenen Berufen, darunter als Hard‑Rock‑Miner, wo er beim Bohren und Sprengen fast 800 Fuß unter New York tätig war.[4]

Seine ersten Theatererfahrungen sammelte er bereits im Grundstudium. Mitte der 1970er-Jahre wandte er sich dem Schauspiel intensiver zu und tauchte schließlich in die New Yorker Off‑Off‑Broadway‑Szene ein, unter anderem bei der First Amendment Comedy Group und dem experimentellen Medicine Show Theatre. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau Stephanie kennen. Gemeinsam standen sie auf der Bühne und finanzierten sich durch Gelegenheitsjobs, unter anderem als Barkeeper im Robert’s Restaurant in Hell’s Kitchen. Das Paar heiratete 1985.[4]

Kurz nach der Hochzeit zogen sie nach Los Angeles in Kalifornien, wo er eine fast vier Jahrzehnte umfassende Karriere vor der Kamera begann. Er wurde zu einem vielbeschäftigten Charakterdarsteller, der in über einhundert Film‑ und Fernsehproduktionen mitwirkte und Mitglied der Schauspielergewerkschaft SAG war.[5] Zu seinen bekanntesten Filmen zählen The Rock – Fels der Entscheidung, Saigon – Der Tod kennt kein Gesetz, Big Mama’s Haus, My Giant – Zwei auf großem Fuß, Das Leben stinkt, My Blue Heaven, Halloween IV – Michael Myers kehrt zurück, Solange du da bist und Inspektor Gadget. Seine erste Fernsehrolle hatte er 1985 in der Miniserie Kane & Abel. Es folgten Gastauftritte in Fernsehserien wie Seinfeld, Beverly Hills, 90210, Sister, Sister, Palm Beach-Duo und Babylon 5.[1][2][3] Im deutschen Sprachraum wurde O’Connor unter anderem von Vittorio Alfieri, Detlef Bierstedt, Klaus Bergatt, Stefan Fredrich, Christian Gaul, Oliver Grimm, Florian Halm, Konrad Halver, Jürgen Heinrich, Hans Hohlbein, Klaus Jepsen, Jürgen Kluckert, Stefan Krause, Dieter Kursawe, Klaus Lochthove, Andreas Mannkopff, Tim Moeseritz, Hans-Rainer Müller, Uwe Paulsen, Thomas Petruo, Eberhard Prüter, Jürgen Rehmann, Jakob Riedl, Gerald Schaale, Frank-Otto Schenk, Stephan Schleberger, Lutz Schnell, Michael Walke und Wolfgang Ziffer synchronisiert.[6]

TV Guide bezeichnete ihn aufgrund der zahlreichen Werbespots, in denen er mitwirkte, als den „Meister der 60‑Sekunden‑Komödie“. So warb er unter anderem für Levi’s, Swiffer und in mit dem Emmy nominierten American-Express-Werbespots. Neben der Schauspielerei schrieb O’Connor zudem Drehbücher, Kurzgeschichten und Gedichte, die teilweise in „Golden Pen Writers Guild“-Anthologien wie This and That (and everything else) und The Writer’s Brush veröffentlicht wurden.[1][4]

Das Paar hatte drei Töchter – Rachel, Bevin und Aidan – sowie einen Enkel namens Connor; seine Familie bezeichnete O’Connor als sein größtes Lebenswerk. Er starb im Alter von 71 Jahren an den Folgen von Blasenkrebs. Sein offizieller Nachruf wurde in Newhall, Santa Clarita im US-Bundesstaat Kalifornien veröffentlicht, was sehr wahrscheinlich auch seinem Sterbeort entspricht. Seine Beisetzung erfolgte im Eternal Valley Memorial Park in Santa Clarita.[1][4][5]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

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