Red Storm Bravo

militärische Übung der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Red Storm Bravo war eine Militärübung, die die Bundeswehr vom 25. bis 27. September 2025 in Hamburg durchgeführte.

Nach "Red Storm Alpha" in 2024, war die Übung die zweite einer Reihe, deren Fortsetzung mit "Red Storm Charlie" für den September 2026 geplant ist.

Etwa 500 Soldaten simulierten in Hamburg die Verlegung von Truppen und Material an die NATO-Ostflanke, wobei auch Polizei, Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Hamburger Hafenbehörde und Unternehmen wie der Luftfahrtkonzern Airbus und die Schiffswerft Blohm + Voss beteiligt waren. Die Übung ging von dem Szenario aus, ein baltischer Staat fühle sich bedroht, beantragt Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrages und Deutschland würde - nach Grundgesetz weder im Spannungs-, noch im Verteidigungsfall - als Drehscheibe einer schnellen Truppenverlegung fungieren.[1] Mit dem Manöver reagierte die Bundeswehr auf die, durch den Krieg in der Ukraine und die angespannten Beziehungen zu Russland veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa. Ziel war es, in einem realitätsnahen Szenario die zivil-militärische Zusammenarbeit, logistische Abläufe und die Zuständigkeiten und Verfahren beim Umgang mit Protesten und außergewöhnlichen Ereignissen zu trainieren.[2] „Red Storm Bravo“ war die größte militärische Übung in der Stadt Hamburg seit dem Kalten Krieg.[3]

Im Rahmen der Übung wurde auf dem Gelände der Reichspräsident-Ebert-Kaserne in Iserbrook die Argus-Abfangdrohne gezeigt.[4]

Kritik

Gegen das Manöver regte sich Widerstand, zu Beginn riefen mehrere Organisationen zu Protesten auf. So kündigte das Hamburger Bündnis „Kein NATO-Hafen“ unter dem Motto „Nein zur NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo - Ja zur zivilen Entwicklung!“ verschiedene Protestaktionen in der Stadt an.[5] Laut den Veranstaltern wurden bis zu 10.000 Teilnehmende erwartet, es kamen aber nur einige Hundert.[6]

Einzelnachweise

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