Reda Cimmperman

litauische Ombudsfrau für akademische Ethik und Verfahren der Republik Litauen, Biochemikerin, Expertin für Wissenschafts‑ und Innovationspolitik sowie Leiterin der Behörde für akademische Ethik und Verfahren der Republik Litauen From Wikipedia, the free encyclopedia

Reda Cimmperman (geborene Grigutytė; * 29. Dezember 1979 in Kaukolikai, Rajongemeinde Skuodas) ist eine litauische Botanikerin und Ökotoxikologin, Ombudsfrau für akademische Ethik und Verfahren, Expertin für Wissenschafts‑ und Innovationspolitik sowie Leiterin der Behörde für akademische Ethik und Verfahren der Republik Litauen.

Leben

Nach dem Abitur 1998 an der Sekundarschule absolvierte Reda Grigutytė von 1998 bis 2002 ihr Bachelorstudium der Biochemie und von 2002 bis 2004 das Masterstudium der Mikrobiologie an der Universität Vilnius in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Von Februar 2005 bis zum 31. Januar 2008 bekam sie ein Doktoranden–Stipendium für Nachwuchswissenschaftler (Master–Absolventen) aus dem Baltikum im Rahmen des heutigen MOE-Fellowship-Programms (Mittel- und Osteuropa) der DBU und forschte zum Thema Response of charophyte Nitellopsis obtusa to humic substances at the cellular, cell membrane and stress enzyme levels am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Forschungsverbund Berlin (Betreuer Professor Dr. Stephan Pflugmacher).[1] 2010 verteidigte sie ihre Dissertation im Bereich der Botanik zum Thema „Nitellopsis obtusa (desv.) J. Groves cell response to allochtonous stressors of Fagus sylvatica L. and Quercus robur L. leaf litter extracts“ (Betreuer Dr. Levonas Manusadžianas) an Universität Vilnius.[2] Zwischen 2021 und 2023 schloss sie zudem ein Management–Masterstudium mit der Masterarbeit zum Thema "Cytochrome CYP1A2 Specificity Study" an der ISM Universität für Management und Wirtschaft in Vilnius ab.

Ihre berufliche Laufbahn begann Reda Grigutytė im Jahr 2002 am Botanischen Institut (später am Naturforschungszentrum) unter der Leitung von Professor Romas Pakalnis. Bis 2017 war sie als Laborantin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Masterstudentin und Doktorandin in der Laborgruppe für aquatische Ökotoxikologie tätig.

Ab 2009 arbeitete Cimmperman in verschiedenen Funktionen beim Litauischen Wissenschaftsrat. Dort war sie zunächst als Hauptspezialistin in der Abteilung für Wissenschaftspolitik und Analyse tätig. Zwischen 2010 und 2011 leitete sie die Koordination der Aktivitäten im Rahmen des 7. EU‑Forschungsrahmenprogramms zur Wissenschaftspolitik. Von 2012 bis 2015 koordinierte sie das SPREE‑Projekt desselben Programms. Ab 2015 war sie wissenschaftliche Sekretärin des Wissenschaftsrates, von 2015 bis 2017 Mitglied des Vorstands und von 2019 bis 2022 Leiterin des Sekretariats. Darüber hinaus leitete sie mehrere europäische Forschungs‑ und Ethikprojekte, darunter „Pro‑Ethics“ (2020–2023) sowie die HORIZON‑WIDERA‑Projekte „IANUS“, „GENDERACTIONplus“ und „OPUS“ (2022–2024).

Im Jahr 2024 wurde Reda Cimmperman zur Leiterin der Behörde für akademische Ethik und Verfahren der Republik Litauen vom litauischen Parlament Seimas ernannt.

Cimmperman spricht fließend Litauisch, Englisch und Russisch sowie Deutsch auf fortgeschrittenem Niveau und verfügt über Grundkenntnisse in Französisch.

Sie ist verheiratet.

Expertentätigkeit

Reda Cimmperman war von 2017 bis 2024 Expertin des Wissenschaftsrates der Republik Serbien. Darüber hinaus ist sie seit 2017 Mitglied des International Consortium of Research Staff Associations (ICoRSA), Ehrenmitglied der Litauischen Vereinigung junger Wissenschaftler sowie Mitglied der Litauischen Gesellschaft für Pflanzenphysiologie.

Mitgliedschaften und Arbeitsgruppen

Cimmperman war zwischen 2017 und 2024 Mitglied der Litauischen UNESCO‑Kommission sowie des Nationalen Klimakomitees. Sie vertrat Litauen in den europäischen Programmen „Biodiversa“, „BiodivClim“ und „BiodivRestore“. Von 2018 bis 2021 gehörte sie dem Vorstand des H2020‑Projekts „RRING“ an. Seit 2022 ist sie Mitglied des Projektvorstands des Horizon‑Europe‑Programms „iRECS“.

Zwischen 2021 und 2024 war sie Vorstandsmitglied der Litauischen Wissenschaftlervereinigung. Von 2020 bis 2021 gehörte sie dem Monitoring‑Komitee der OECD‑Initiative „HEInnovate“ an. Zudem war sie von 2022 bis 2024 Vertreterin des Litauischen Wissenschaftsrates in der CoARA‑Koalition und Mitglied des Monitoring‑Komitees für Programme des Fonds für integriertes Grenzmanagement und des Fonds für innere Sicherheit.

Im Zeitraum 2023 bis 2024 war sie Mitglied der Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission zur Umsetzung der ERA‑Politikagenda 2022–2024 im Bereich der Geschlechtergleichstellung. Seit 2022 ist sie Mitglied des ISM‑Masterclubs. Zwischen 2016 und 2024 gehörte sie dem Akademischen Rat im Kolleg für Forst‑ und Umwelttechnik Kaunas an.[3]

Einzelnachweise

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