Reelin

humanes Protein From Wikipedia, the free encyclopedia

Reelin ist ein Glykoprotein, das im Säugetier-ZNS an der Differenzierung und Migration von Neuronen beteiligt ist.

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Reelin
Reelin
Bändermodell des Reelin-Fragments aus Maus (AS 1222–1597) nach PDB 2DDU
Reelin

Vorhandene Strukturdaten: 2ddu, 2e26

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 3435 Aminosäuren; 386 kDa
Isoformen 2
Bezeichner
Gen-Namen
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Euteleostomi
Orthologe
Mensch Maus
Entrez 5649 19699
Ensembl ENSG00000189056 ENSMUSG00000042453
UniProt P78509 Q148P9
Refseq (mRNA) NM_005045 NM_011261
Refseq (Protein) NP_005036 NP_035391
Genlocus Chr 7: 102.9 – 103.42 Mb Chr 5: 21.4 – 21.86 Mb
PubMed-Suche 5649 19699

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Entscheidende Bedeutung hat es zum Beispiel für die Reifung des Hippocampus, bei dem die scharfe Schichtung verschiedener Neurone essentiell für dessen Funktionalität ist. Dort wird es von Cajal-Rezius-Zellen gebildet. Für Reelin sind bisher zwei Rezeptoren bekannt, die man bisher nur aus dem Lipid-Stoffwechsel kannte. Der eine ist der Apolipoproteinrezeptor 2 (APOER2) und der andere der Rezeptor des Very Low Density Lipoproteins (VLDLR). Über Unterschiede der beiden weiß man noch sehr wenig.

Bei Reelin-Knock-Out-Mäusen (Reeler-Mäuse), zwar lebensfähig, sieht man in Schnitten des Hippocampus und des Neocortex deutlich die ungelenkte Zellmigration, die in Co-Kulturen mit Reelin-produzierenden Hippocampi teilweise wieder gelenkt werden kann.

Schematische Darstellung des Reelin Proteins.

Klinische Bedeutung

Störungen der Reelin-Verfügbarkeit werden in Zusammenhang gebracht mit folgenden Erkrankungen:

Einzelnachweise

Literatur

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