Reichskriegshafen

Hafen, zugleich Marinestation, in Kiel und Wilhelmhaven, in dem die Kriegsschiffe der deutschen Marine vor Anker lagen sowie ausgerüstet und instand gehalten wurden. From Wikipedia, the free encyclopedia

Reichskriegshäfen, zugleich auch Marinestation, waren deutsche Häfen, in denen die Kriegsschiffe der deutschen Marine ausgerüstet und instand gehalten wurden sowie vor Anker lagen.

Karte von Wilhelmshaven, 1910

Die Reichskriegshäfen waren mit allen notwendigen Einrichtungen ausgerüstet: Werften, Docks, Hellinge usw. Gegen den Angriff feindlicher Kräfte waren die Reichskriegshäfen mit starker Küstenbefestigung sowie Einrichtungen für Minen- und andere Sperren geschützt.

Mit der Deutschen Reichsgründung wurden zwei Häfen zu Reichskriegshäfen ernannt: Wilhelmshaven[1] als Marinestation an der Nordsee sowie Kiel[2] als Marinestation an der Ostsee. Den Oberbefehl in jedem Hafen führte jeweils ein Admiral oder Vizeadmiral als Stationschef. Zur Ausübung der Hafenpolizei war ihm ein Hafenkapitän unterstellt. Im Reichskriegshafengesetz von 1883 wurden die seewärtige Begrenzung der Reichskriegshäfen Kiel und Wilhelmshaven festgelegt und die Befugnisse des Marinestationschefs geregelt, die notwendig waren, um die Erhaltung des Fahrwassers beziehungsweise der Wassertiefe sicherzustellen.[1]

Eine direkte Verbindung beider Häfen durch das Binnenland wurde 1895 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal, geschaffen.[3]

Einzelnachweise

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