Reid Rondell
US-amerikanischer Stuntman und Schauspieler
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Reid Christian Rondell (* 11. Juli 1962 in Los Angeles, Kalifornien; † 18. Januar 1985 bei Newhall, Santa Clarita, Los Angeles County, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Stuntman und Schauspieler. Er war Stuntdouble von Tom Cruise und Jan-Michael Vincent.[1][2][3]
Leben
Rondell wurde 1962 in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien geboren. Er war der Sohn von Joan Kay Homestead und Ronnie Rondell Jr., der ebenfalls als Stuntman und Schauspieler arbeitete. Sein Großvater war der Stummfilmschauspieler und frühe Stuntman Ronald R. Rondell; sein Bruder war R.A. Rondell – ebenfalls Stuntman. Seine Stiefmutter aus der zweiten Ehe seines Vaters war Mary Evelyn Smith.[1][4]
Bereits mit zwölf Jahren begann er mit der Stuntarbeit und wurde einer der jüngsten Stuntkoordinatoren seiner Zeit.[1][4] Erste Arbeiten als Stuntman hatte er 1978 in den Filmen Skateboard und in Um Kopf und Kragen. Rondell war auch als Schauspieler vor der Kamera zu sehen, so erstmals 1974 in den Fernsehserien Chopper 1 – Bitte melden und Kodiak. Er wirkte in Filmen wie Die Kadetten von Bunker Hill, Die Outsider – Rebellen ohne Grund, Lockere Geschäfte, Der richtige Dreh, Birdy und zuletzt in St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief mit. Er war auch in weiteren Fernsehserie zu sehen, darunter Der Sechs Millionen Dollar Mann, The Quest, Hart aber herzlich, Matt Houston und Street Hawk.[1][2][3]
1985 kam es zu einem folgenschweren Hubschrauberabsturz während der Dreharbeiten zur Fernsehserie Airwolf. Der Helikopter vom Typ Bell 205 streifte bei einem Tiefflug im Pico Canyon westlich von Newhall einen Hügel und ging in Flammen auf. Pilot Scott Maher konnte schwer verletzt geborgen werden, für Rondell kam aufgrund der Flammen aber jede Hilfe zu spät. United Press International berichtete später, dass ein toxikologisches Gutachten Spuren von Kokain in Rondells Blut festgestellt hatte; die Ermittler sahen jedoch keinen Zusammenhang mit dem Unfall. Kurz zuvor wurden im selben Gebiet der Schauspieler Vic Morrow und zwei Kinderdarsteller bei Dreharbeiten zu Twilight Zone getötet, als ein Hubschrauber als Folge einer Explosion auf sie stürzte.[1][4][5][6]
Die Nachricht vom Tod Rondells erschütterte den Schauspieler Tom Cruise sehr, der sich gerade bei Dreharbeiten zu Ridley Scotts Film Legende in England befand. Rondell arbeitete als sein Stuntdouble und beide waren eng befreundet. Er erwies Rondell seine letzte Ehre als Sargträger, als dieser auf dem Eternal Valley Memorial Park bei Newhall beigesetzt wurde.[1][4][7]
Rondell starb im Alter von 22 Jahren.[7]
Filmografie (Auswahl)
Schauspieler
- 1974: Chopper 1 – Bitte melden (Fernsehserie; Chopper One)
- 1974: Kodiak (Fernsehserie)
- 1976: The Quest: The Longest Drive (Fernsehfilm)
- 1976: Der Sechs Millionen Dollar Mann (Fernsehserie)
- 1976: The Quest (Fernsehserie)
- 1978: Um Kopf und Kragen
- 1981: 240-Robert (Fernsehserie)
- 1981: Hart aber herzlich (Fernsehserie)
- 1982: Straße der Ölsardinen
- 1983: Joe Dancer – Tote Zeugen nützen nichts (Fernsehfilm; Joe Dancer)
- 1984: Matt Houston (Fernsehserie)
- 1985: Street Hawk (Fernsehserie)
Stuntman
- 1978: Skateboard
- 1978: Um Kopf und Kragen
- 1981: Knightriders – Ritter auf heißen Öfen
- 1981: Brennende Rache
- 1981: Die Kadetten von Bunker Hill (Stuntdouble: Tom Cruise)
- 1982: Megaforce
- 1982: Jimmy the Kid
- 1983: Die Outsider – Rebellen ohne Grund (Stuntdouble: Tom Cruise)
- 1983: … und wenn der letzte Reifen platzt
- 1983: Private School – Die Superanmacher
- 1983: Class – Vom Klassenzimmer zur Klassefrau
- 1983: Lockere Geschäfte (Stuntdouble: Tom Cruise)
- 1983: Der richtige Dreh (Stuntkoordinator; Stuntdouble: Tom Cruise)
- 1983: Trauma Center (Fernsehserie)
- 1984: Windige Stadt (Windy City)
- 1984: Eine starke Nummer (Stuntkoordinator)
- 1984: Birdy
- 1984–1985: Airwolf (Fernsehserie; Stuntdouble: Jan‑Michael Vincent)
- 1985: Fandango
- 1985: Kopfüber in die Nacht
- 1985: Donnelli-Gang (The Zoo Gang)
- 1985: D.A.R.Y.L. – Der Außergewöhnliche
- 1985: St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief (Stuntdouble)