Reiner Dennewitz

deutscher Komponist From Wikipedia, the free encyclopedia

Reiner Dennewitz (* 21. Februar 1937 in Sundhausen bei Gotha) ist ein deutscher Komponist.

Leben

Nach dem Abitur an der Salzmannschule Schnepfenthal studierte er Komposition bei Johann Cilenšek und Klavier bei Siegfried Rapp an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Danach war er Meisterschüler für Komposition bei Fritz Geißler an der Akademie der Künste in Berlin.

Reiner Dennewitz war als freischaffender Komponist tätig und als Musikpädagoge, in der Zeit von 1962 bis 2000 als Klavierpädagoge an den Musikschulen Saalfeld/Saale und Rudolstadt[1]. Seine Kompositionen wurden beispielsweise vom Thomanerchor (Sonnengesang und Wessobrunner Gebet) und vom Canzonetta-Kammerchor Leipzig[2] aufgeführt.

Auszeichnungen

  • 1976: 3. Preis für Kammermusik bei den DDR-Musiktagen Berlin
  • 1980: Kunstpreis des Bezirks Gera
  • 1983: Hanns-Eisler-Preis des Rundfunks der DDR für den Chorzyklus „Ei der Daus“ (nach Gedichten von Peter Hacks)[3]
  • 2025: Eintrag von Reiner Dennewitz in das „Goldene Buch der Stadt Gotha“ anlässlich seines 88. Geburtstags

Zitat

„Spektakulär ist der Sonnengesang von Reiner Dennewitz, die Thomaner geraten regelrecht in Trance. Aberwitzig dissonante Akkorde schichten die Knaben locker übereinander, geraten dann in präzise auskomponierten Aufruhr. Am Ende entfalten sie einen Spektralklang von einer Leuchtkraft, die vollends vergessen macht, dass hier ein Schülerchor singt.“

Ulrich Pollmann (Thomanerchor-Konzertrezension 2005)[4]

Privates

Reiner Dennewitz ist mit seiner Frau Gundel Dennewitz in Unterschöbling, einem Ortsteil der Stadt Königsee, zuhause.[5]

Veröffentlichung

Werke (Auswahl)

Instrumentalwerke
  • Lyrische Klavierstücke, 1961
  • Russische Märchenbilder (Orchestersuite I u. II), 1965
  • Klavierstücke für die Jugend, 1965
  • Im russischen Märchenwald
  • Burleske für Orchester, 1971
  • Sinfonie, 1971
  • Concertino I „Vielleicht“. Quartett für Oboe, Violoncello u. Klavier (2 Spieler), 1976
  • Concertino III. Trio für Violine, Violoncello und Klavier, 1977 (17:30)
  • Sonate für Violine und Klavier, 1979
  • Variationen für Orgel, 1981 (10:00)
  • Parabel für Orchester, 1989 (19:00)
Sololieder / Melodramen
  • Melodramen für Sprecher und Klavier (Text: Wolfgang Borchert)
  • Kammeroratorium „Das Lachen“ (Text: Hannes Hüttner) (41:00)
  • „Ewig von Liebe“, für Tenor und Klavier
  • 5 Minnelieder. 1956/58. Texte: 13. Jh.
  • Unter der Linden (Text: Walter von der Vogelweide). 1965 (6:00)
  • „Lyrische Gesänge“ für Mezzosopran und Klavier, nach altchinesicher Lyrik
  • „Für den Tag“ (Texte: Reiner Dennewitz), Konzertante Kinderlieder für Singstimme und Klavier, 1958–68
  • „Kinderwelt“ (Texte: Reiner Dennewitz), Konzertante Kinderlieder für Singstimme und Klavier, nach 1968
  • „Winterzeit“ (Texte: Reiner Dennewitz), Konzertante Kinderlieder für Singstimme und Klavier, nach 1968
Chormusik für gemischten Chor a capella
  • „Wiegenlied“ (Text: Heinz Kahlau), 1970, für vierstimmigen Gemischten Chor (3:45)
  • „Streitfall“ (altdeutsche Spruchweisheit) für siebenstimmigen Gemischten Chor 1980
  • „Jeder Traum“ (Text: Louis Fürnberg), 1982, für vierstimmigen Gemischten Chor (2:50)
  • „Vermächtnis“ (Text: Paul Wiens), 1982, für vierstimmigen Gemischten Chor (2:15)
  • „Kein Hölderlin-Hymnus“ (1986. Texte: Hanns Cibulka), für Gemischten Chor
  • „Vereinsamt“ (Text: Friedrich Nietzsche), für achtstimmigen Gemischten Chor. 1990, (4:55)
  • Trilogie „Sonnengesang“ (Texte: Max Lehrs nach Franz von Assisi) für Gemischten Chor
  • „Du bist ein Kind der Schöpfung“, Schlußteil „Irischer Segen“ 1692, für achtstimmigen Gemischten Chor, 2000 (11:00)
  • „Blicke ich in Kinderaugen“, 2001 (Text: Ingeborg Herkomer), für achtstimmigen Gemischten Chor (7:30).
  • „Wessobrunner Gebet“, (Texte: 8. Jh. mit Texterweiterungen von Reiner Dennewitz), 2010, für 12-14stimmigen Gemischten Chor (11:30)
  • „Ich bin so ganz dein eigen“, 9 Liebeslieder nach Texten von Theodor Storm, 1989-2013
  • „So seltsam wird die Welt“, 9 besinnliche Lieder nach Texten von Theodor Storm, 1989- 2013
  • „Weihnachten“ (Des Himmels ferne Sternenpracht) (Text: Reiner Dennewitz), 2009, für vierstimmigen gemischten Chor (1:50)
  • „Die Lüge“ (Text: Martin Luther und ungarisches Sprichwort), 2011, für vier- bis achtstimmigen Chor (2:45)
  • „Drei Dinge“ (Text: Dante Alighieri, Martin Luther), 2011, für achtstimmigen gemischten Chor (4:15)
  • „Fröhliches Singen“ (Text: Martin Luther), 201, für achtstimmigen gemischten Chor (6:00)
  • „Der Tod ist groß“ (Text: Rainer Maria Rilke, Matthias Claudius), 2011, für achtstimmigen gemischten Chor (7:30)
  • „Ich bin eben, das leben will“ (Text: Friedrich Nietzsche, Albert Schweitzer), 2012, für achtstimmigen gemischten Chor
  • „Unser Leben“ (Texte: Martin Luther), 2012, für achtstimmigen gemischten Chor
  • 20 Chorsätze für gemischten Chor (Auswahl)
Chormusik für Frauenchor a capella
  • „Ei der Daus“, 6 heitere Lieder nach Gedichten von Peter Hacks, 1982
  • 12 Lieder nach Texten deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts
  • „Singt ein Lied so süß gelinde“ – (erschienen bei Cappella-Musikverlag Gera)
  • „Wiegenlied“ (Text: Heinz Kahlau), 2006, für vierstimmigen Frauenchor (3:45)
  • „Weihnachten“ (Text: Reiner Dennewitz), 2009, für vierstimmigen Frauenchor (1:50)
  • „Weihnachtslied“ (Text: Theodor Storm), 2009, für vierstimmigen Frauenchor (2:30)
  • „Weihnachten“ (Text: Joseph von Eichendorff), 2010, für achtstimmigen Frauenchor (2:15)[6]

Einzelnachweise

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