Reinhard Engshuber

deutscher Jurist und Gerichtspräsident From Wikipedia, the free encyclopedia

Reinhard Engshuber (* 26. Juli 1961 in Landsberg am Lech) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Präsident des Landesarbeitsgerichts Sachsen-Anhalt in Halle (Saale).[1]

Leben

Engshuber absolvierte sowohl das Studium der Rechtswissenschaften als auch das Rechtsreferendariat in München und zog im Anschluss im Jahr 1992 nach Dessau in Sachsen-Anhalt, wo er seine Richterlaufbahn am 16. November 1992 am Arbeitsgericht Dessau-Roßlau begann und am 23. November 1995 zum Richter am Arbeitsgericht in den Dienst auf Lebenszeit aufgenommen wurde.[2] Nach Zwischenstationen im Ministerium der Justiz Sachsen-Anhalt und beim Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt, wurde Engshuber 2009 ständiger Vertreter der Direktorin des Arbeitsgerichts Dessau-Roßlau und 2015 Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt. Er arbeitete zudem als Pressesprecher für die Arbeitsgerichtsbarkeit des Landes Sachsen-Anhalt.[2] Ab Dezember 2021 fungierte Engshuber als Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts und wurde zum 1. Juni 2024 zum Präsidenten des Landesarbeitsgerichts ernannt.[3] Er löste damit Kathrin Thies ab, die am 23. Oktober 2024 offiziell verabschiedet wurde.[3][4][5] Die Zuständigkeit des Pressesprechers übernahm Peter Martin Bundschuh, der am 24. März 2025 zum Vizepräsidenten ernannt wurde.[6]

Mitgliedschaften und sonstige Tätigkeiten

  • Ehemaliger[7] Vorsitzender der Fachgruppe Arbeitsrichter im Bund der Richter und Staatsanwälte Sachsen-Anhalt[8]
  • Referent bei Sternseminare in Magdeburg[9]
  • Referent bei ARBER-Seminare[10]

Veröffentlichungen

  • Bearbeiter des Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch: BGB, Band 5: Schuldrecht – Besonderer Teil II §§ 535–630h, BetrKV, HeizkostenV, WärmeLV, EFZG, TzBfG, KSchG, MiLoG[11][12]
  • Bearbeiter des Moduls „Schutz besonderer Personen im Unternehmen“ im Fernkurs Arbeitsrecht der Haufe Akademie[13]

Einzelnachweise

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