Reinhard Jassmann

ehemaliger deutscher Boxer From Wikipedia, the free encyclopedia

Reinhard Jassmann (* 20. August 1954)[1] ist ein ehemaliger deutscher Boxer.

Werdegang

Jassmann gewann als Amateur viermal die Landesmeisterschaft in Hessen und wurde dreimal Südwestdeutscher Meister.[2] Er wurde 1980 bundesdeutscher Amateurboxmeister im Halbmittelgewicht.[3] Auf internationaler Ebene wurde er Zweiter beim Akropolis-Turnier in Athen und schloss den Intercup 1979 als Dritter ab.[2] Im Mai 1981 nahm er an der Europameisterschaft teil und schied im Achtelfinale gegen den Franzosen Patrick Magnetto aus.[4] In der Box-Bundesliga war er mit dem TV Korbach vertreten[5] und wurde mit der Boxstaffel 1980[6] und 1981[7] jeweils Zweiter der deutschen Meisterschaft.

Beruflich wurde er als Gas- und Wasserinstallateur tätig,[8] zusammen mit seiner Ehefrau betrieb er bis April 2020 des Weiteren einen Sportartikelversand.[9] 1990 war er an der Neugründung der Boxabteilung des TSV Korbach beteiligt, wurde bei dem Verein Cheftrainer[2] und setzte im Rahmen dieser Tätigkeit das Boxen als Mittel gesellschaftlicher Integration und der Jugendpflege ein. Als Auszeichnung für seine Arbeit wurde er 2019 zum Bürgerfest des Bundespräsidenten geladen.[10]

Im Juli 2020 sprach das Landgericht Kassel Jassmann am Ende seines elfjährigen Rechtsstreits eine Summe von 150.000 Euro zu, nachdem Jassmann bei der Behandlung einer Krebserkrankung Folgeschäden erlitten hatte.[8]

Familie

Sein Sohn Mario Jassmann wurde ebenfalls Boxer.[11] Reinhard Jassmann ist der Bruder von Manfred Jassmann.[8]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI