Reinhard Müller (Architekt)
deutscher Architekt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Reinhard Müller (* 1953 in Krefeld) ist ein deutscher Architekt und Stadtplaner. Seit 2008 ist er Vorstand der EUREF AG.

Werdegang
Reinhard Müller studierte Architektur an der Fachhochschule Düsseldorf und Stadtplanung an der Technischen Universität Berlin. Im Jahr 1984 trat er in die Architektenkammer Berlin ein. Müller hat zahlreiche Altbauten in Berlin saniert, darunter das Haus Fromberg in der Kurfürstenstraße. Seit 1985 betrieb er die Firma REM, Gesellschaft für Stadtbildpflege und Denkmalschutz. Müller orientierte sich bei der Sanierung von Gebäuden an historischen Bildern und Zeichnungen.
Um den stillgelegten Gasometer in Schöneberg errichtete Müller das Europäische Energieforum, den EUREF-Campus.[1] Dieses hat er seit 2008 zu einem klimaneutralen Stadtquartier für Forschung, universitärer Lehre, etablierten Firmen und Startups entwickelt.[2] Seit 2020 entwickelt er einen zweiten EUREF-Campus in Düsseldorf.[3] Er verkündete zwar mehrfach presseöffentlich seinen Rückzug, ist jedoch weiterhin Mitglied des Vorstands der EUREF AG.[4]
Kontroversen
Von 1996 bis 2004 war Reinhard Müller Mitglied im Landesdenkmalrat. Mit seiner 1999 zusammen mit seiner Frau Maria Müller ins Leben gerufenen Stiftung Denkmalschutz Berlin[5][6] hat er mehrere Millionen Euro eingeworben und unter anderem zur Sanierung des Brandenburger Tores und des Strandbads Wannsee eingesetzt. Insbesondere der damalige Stadtentwicklungssenator Peter Strieder stand in diesem Zusammenhang in der Kritik, da der Berliner Senat bei der Sanierung des Brandenburger Tores auf erziele Werbereinnahmen in Millionenhöhe verzichtete und diese ausschreibungsfrei Müllers Stiftung überließ.[7]
Im November 2024 war Reinhard Müller als Geschäftsführer der Wasserstoffhanse im Nord Stream Untersuchungsausschuss in Schwerin geladen. Das Ziel der 2021 von Reinhard Müller und seiner Tochter Sarah Ameler gegründeten Gesellschaft sei Gewinn und nicht wie vorgegeben Klimaschutz gewesen.[8] Zudem wurde russische Einflussnahme vermutet.[9][10]
Auszeichnungen
- 2025: Düsseldorfer des Jahres in der Kategorie Innovation und Nachhaltigkeit[11][12]
- 2025: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[13]