Reinheimer Hügelland

Hügellandschaft zum Rhein-Main-Tiefland gehörend From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Reinheimer Hügelland bezeichnet eine größtenteils waldfreie Hügellandschaft, die naturräumlich zum Rhein-Main-Tiefland gehört und die Haupteinheit 231 darstellt.

Schnelle Fakten
Reinheimer Hügelland
Reinheimer Hügelland: Blick auf Reinheim, Nieder-Klingen und die Veste Otzberg (2018)
Reinheimer Hügelland: Blick auf Reinheim, Nieder-Klingen und die Veste Otzberg (2018)
Reinheimer Hügelland: Blick auf Reinheim, Nieder-Klingen und die Veste Otzberg (2018)
Haupteinheitengruppe23 →
Rhein-Main-Tiefland
Naturraum231
Reinheimer Hügelland
Geographische Lage
Koordinaten49° 50′ 24″ N,  51′ 36″ O
Reinheimer Hügelland (Hessen)
Reinheimer Hügelland (Hessen)
Lage Reinheimer Hügelland
BundeslandHessen, Bayern
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Das Reinheimer Hügelland erstreckt sich von Roßdorf in Richtung Süden über Reinheim bis nach Brensbach und von dort aus über Otzberg und Groß-Umstadt nordwärts bis nach Schaafheim. Der durchschnittliche Höhenbereich liegt zwischen 140 und 280 m ü. NHN. Der Naturraum wird in vier Untereinheiten gegliedert und grenzt im Westen an das Messeler Hügelland (Rhein-Main-Tiefland), im Norden an die Untermainebene (Rhein-Main-Tiefland) und im Süden an den Vorderen- und Sandsteinodenwald (Hessisch-Fränkisches Bergland). Es wird fast ausschließlich ackerbaulich genutzt. Im Bereich der Kleinen Bergstraße gibt es Obst- und Weinbau (Odenwälder Weininsel).

Naturräumliche Gliederung

Der hessische Teil des Naturraums im Überblick.[1]

Folgendermaßen gliedert sich das Reinheimer Hügelland:[1][2]

  • (zu D53 - Oberrheinisches Tiefland)
    • (zu 23 - Rhein-Main-Tiefland)
      • 231 Reinheimer Hügelland
        • 231.0 Gersprenzgrund (8,99 km²)
        • 231.1 Reinheimer Becken (100,01 km²)
          • 231.11 Roßdorf-Gundernhäuser Senke (16,77 km²)
          • 231.12 Westliche Reinheimer Buckel (33,65 km²)
          • 231.13 Südliche Reinheimer Buckel (15,58 km²)
          • 231.14 Östliche Reinheimer Buckel (32,03 km²)
          • 231.15 Zipfener Rücken (1,98 km²)
        • 231.2 Otzberger Randhügelland (16,36 km²)
        • 231.3 Kleine Bergstraße (38,02 km² + 13,45 km² in Bayern.[3])

Geologischer Aufbau

Besonders in den Westlichen und Östlichen Reinheimer Buckeln (231.12, 231.14) ist die Landschaft von zahlreichen Lösshügeln geprägt. Löss und Sand wurden während der letzten Kaltzeit, der sogenannten Weichsel-Kaltzeit bis vor etwa 10.000 Jahren, aus den Flusstälern ausgeweht, da der Boden nur spärlich durch eine Tundrenvegetation bedeckt war. Bis zur Wiederbewaldung beim Ausklingen der Kaltzeit waren auch Wanderdünen keine Seltenheit.

Blick von Klein-Zimmern aus auf die Östlichen Reinheimer Buckel mit leichten Dünen und dem Otzberger Randhügelland im Hintergrund.

Im Bereich der Kleinen Bergstraße (231.3) und des Otzberger Randhügellandes (231.2) stößt man auf roten Granit und Teile von Andesit aus dem Karbon, welche als Fundament des ehemaligen Variszischen Gebirges zurückgeblieben sind. Im Bereich des Otzberges (Vulkan) gibt es Basalt (Paläogen-Neogen) und südlicher Buntsandstein (Trias).

In den Südlichen Reinheimer Buckeln (231.13) gibt es im Norden weitgehend Buntsandstein und in kleinen Bereichen Basalt, während sich der Süden verteilt aus Granit, Andesit und Gneisen zusammensetzt.

Die Roßdorf-Gundernhäuser Senke besteht aus Löss, Buntsandstein, Basalt und Rotliegend (Perm).

Siehe auch

Commons: Reinheimer Hügelland – Sammlung von Bildern

Online-Karten

Weiterführende Literatur

  • Robert Yarham: Landschaften Lesen. Die Formen der Erdoberfläche erkennen und verstehen., Haupt Verlag, 2012, ISBN 978-3-258-07695-9. 256 Seiten

Einzelnachweise

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