Reinhild Böhnke

deutsche Übersetzerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Reinhild Böhnke, geb. Krauspe (* 25. Dezember 1944 in Bautzen) ist eine deutsche Germanistin und literarische Übersetzerin.

Leben

Reinhild Böhnke ist die Tochter des späteren Pfarrers an der Leipziger Thomaskirche Richard Hans Krauspe (1909–1996).[1][2] Sie studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig Germanistik und Anglistik. Mit einer Promotion A über Antonyme wurde sie 1972 von der Sektion Kulturwissenschaften und Germanistik promoviert.[3] Sie ist Bearbeiterin eines deutsch-englischen Taschenwörterbuchs.

Seit dem Abschluss ihres Studiums ist Reinhild Böhnke als literarische Übersetzerin von Belletristik, Essays und Theaterstücken aus dem Englischen tätig. Renommierte Autoren, die sie – zum Teil mit ihrem Mann – übersetzt hat, sind Margaret Atwood, John Cheever, Nuruddin Farah, Brian Friel, Athol Fugard, D. H. Lawrence, Rebecca Miller, Chimamanda Ngozi Adichie, Junichiro Tanizaki und Mark Twain. Besonders bekannt geworden ist Reinhild Böhnke als Übersetzerin von J. M. Coetzee, dem heute in Australien lebenden Literatur-Nobelpreisträger von 2003. Für ihre Übersetzertätigkeit erhielt sie 2004 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Reinhild Böhnke ist Mitglied des Vereins „Die Fähre.“ Sächsischer Verein zur Förderung literarischer Übersetzung und im Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke.

Böhnke ist mit dem Kabarettisten und Übersetzer Gunter Böhnke verheiratet und hat zwei Söhne. Sie lebt in Leipzig.

Übersetzungen

Weitere Werke

  • Taschenwörterbuch deutsch-englisch. Mit etwa 15000 Stichwörtern. Bearb. Reinhild Böhnke. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1990, ISBN 3-324-00063-7
  • Aus dem Gehäuse hinaus in die Welt. Literarische Übersetzer in Sachsen. In: Souveräne Brückenbauer. 60 Jahre Verband der Literaturübersetzer. Hrsg. von Helga Pfetsch. Sonderheft von Sprache im technischen Zeitalter, SpritZ, hrsg. von Thomas Geiger u. a. Böhlau, Köln 2014, ISBN 978-3-412-22284-0, ISSN 0038-8475, S. 88–90

Einzelnachweise und Anmerkungen

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