Reinhold Klaus
österreichischer Buntglaskünstler
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Reinhold Klaus (* 17. Mai 1881 in Warnsdorf, Böhmen; † 4. November 1963 in Waidhofen an der Ybbs, Niederösterreich) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Buntglasmaler.

Leben
Reinhold Klaus entstammte einer deutschböhmischen Familie, sein Vater war Weber. In Warnsdorf besuchte er die Volks-, Bürger- und Webschule. Dann erhielt er ein Staatsstipendium zum vierjährigen Besuche der Kunstgewerbeschule in Wien und erhielt dort ein Staatsstipendium und machte eine Italienreise. Nach dem Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien wurde Klaus als Entwurfszeichner für Glasmalerei und Mosaik in Wien tätig.
Klaus heiratete in die Glasmalerfamilie Geyling ein und wurde künstlerischer Leiter der Firma. Sein Sohn, Wolfgang H. Klaus wurde 1947 Geschäftsführer und 1956 Alleininhaber der Firma.
Reinhold Klaus wurde 1923 Professor an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er schuf zahlreiche Kirchenfenster (meistens außerhalb Wiens), wie auch Holzschnitte, Gobelins, Ölgemälde und Wandmalereien. Im Dritten Reich arbeitete er auch für das NS-Regime. So malte er für den Rathaussaal von Waidhofen an der Ybbs ein Gemälde, worauf das „schaffende und das feiernde Waidhofen“ dargestellt ist. Die Sowjetische Besatzungsmacht ließ alle nationalsozialistischen Symbole auf dem Werk übermalen.
Er verfasste als Dozentenführer der Reichshochschule für angewandte Kunst eine politische Einschätzung zur möglichen Berufung Eduard Josef Wimmer-Wisgrill zum Professor: „... Es mangelt ihm sowohl als Lehrer als auch als Kamerad jedes Verständnis für die grundlegendsten Begriffe nationalsozialistischer Lebensauffassung und deutscher Volksverbundenheit. Seine ganze Handlungsweise steht dazu im schärfsten Gegensatz und ist auch von einem unfassbaren Egoismus bestimmt. Er ist unbelehrbar und nicht zu beeinflussen. Parteimitglied oder Anwärter ist er nicht und es war bis jetzt nicht einmal möglich, ihn dazu zu bringen, der NSV beizutreten, obwohl seine Assistentin dabei Blockwalterin ist und sich darum bemühte. Seine ganze Persönlichkeit ist für die Schule und die Lehrkameradschaft politisch untragbar. Es war bisher nicht möglich einen entsprechenden Ersatz zu beschaffen, da er auf dem Gebiet ein anerkannter Fachmann ist ...“[1]
Anerkennungen
- 1928 Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (1928)[2]
- Jahr Goldenes Lorbeer des Künstlerhauses
Literatur
- Klaus, Reinhold. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. 57 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Walter Zambal: Die NS-Zeit in Waidhofen an der Ybbs. Teil I. In: 5 hoch e. Historische Beiträge des Musealvereins. 33. Jg., 2008, ZDB-ID 2443588-0, S. 33–35. – Darauf basiert:
- Walter Zambal: Waidhofen 1938–1945. Architekten und Kunst. S. 9 (waidhofen.at [PDF; 42 kB; abgerufen am 2. November 2019]).
Weblinks
- Reinhold Klaus im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien