Reino Oittinen
finnischer Politiker und Beamter
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Reino Henrik Oittinen (* 26. Juli 1912 in Helsingfors; † 1. März 1978 in Helsinki) war ein finnischer Politiker der Sozialdemokratischen Partei, der unter anderem drei Mal stellvertretender Ministerpräsident Finnlands (1957 bis 1958, 1964, 1966 bis 1968) sowie mehrmals Bildungsminister (1948 bis 1950, 1951 bis 1953, 1957 bis 1958, 1963 bis 1964, 1966 bis 1968) war. Er war zwischen 1950 und 1972 Generaldirektor der Schulbehörde und setzte eine lange vorbereitete Schulreform um, die zur Einführung einer kostenlosen neunjährigen Gesamtschule für alle führte. Er war der Kulturexperte der Sozialdemokraten und formulierte in den 1960er und 1970er Jahren die kulturpolitischen Zielprogramme der Partei.

Leben
Reino Henrik Oittinen, Neffe der SDP-Politikerinnen und Gewerkschafterinnen Ida Vihuri[1] und Kaisa Hiilelä[2] engagierte sich in den 1930er Jahren für die Sozialdemokratische Partei Finnlands SDP (Suomen Sosialidemokraattinen Puolue), die Bildungsgewerkschaft TSL (Työväen Sivistysliitto) und die Heimvolkshochschule „Arbeiterakademie“ (Työväen Akatemia) in der Kommunalpolitik in Tampere.
Am 29. Juli 1948 wurde Oittinen als Bildungsminister (Opetusministeri) in das Kabinett Fagerholm I berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 17. März 1950.[3] Als Nachfolger von Yrjö Ruutu[4] wurde er 1950 zum Generaldirektor der nationalen Schulbehörde (Kouluhallitus/Skolstyrelsen) ernannt und verblieb 22 Jahre lang in diesem Amt bis 1972, woraufhin Erkki Aho 1973 neuer Generaldirektor wurde. Im Kabinett Kekkonen III bekleidete er zwischen dem 20. September 1951 und dem 9. Juli 1953 erneut das Amt als Bildungsminister.[5] Im Kabinett von Fieandt übernahm er vom 29. November 1957 bis zum 26. April 1958 die Posten als stellvertretender Ministerpräsident (Pääministerin sijainen) sowie abermals als Bildungsminister.[6]
Im Kabinett Lehto bekleidete Reino Oittinen zwischen dem 18. Dezember 1963 und dem 12. September 1964 wieder das Amt des Bildungsministers und übernahm zudem am 12. Juni 1964 von Aarne Nuorvala[7] den Posten des stellvertretenden Ministerpräsidenten, das er ebenfalls bis zum 12. September 1964 innehatte.[8] Die Funktionen als stellvertretender Ministerpräsident und Bildungsminister bekleidete er schließlich vom 27. Mai 1966 bis zum 22. März 1968 auch noch einmal im Kabinett Paasio I.[9]
Weblinks
- Reino Oittinen. Finnische Regierung, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- Oittinen, Reino Henrik. Kansallisbiografia, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- Oittinen, Reino (Henrik). rulers.org, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- Reino Oittinen. Prabook, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).