Reiskleiewachs

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Reiskleiewachs, Reiswachs oder Reisölwachs ist ein pflanzliches Wachs, das aus Reisöl gewonnen wird.

Eigenschaften

Reiskleiewachs ist eine gelblich-weiße bis orange-braune, harte, leicht kristalline Substanz und besteht hauptsächlich aus Fettsäure­estern höherer Fettalkohole, etwas Palmitinsäure und Cerylalkohol. Daneben enthält das Wachs freie Fettsäuren sowie Squalene und Phospholipide. Der Gehalt an Wachs ist in der Regel größer als 96 %.

Der Schmelzpunkt des Rohwachses liegt zwischen 67 und 69 °C, die Verseifungszahl liegt zwischen 142 und 144; gereinigtes Wachs schmilzt bei ca. 75 °C, die Verseifungszahl beträgt ca. 65–95, die Säurezahl ist <15 und die Iodzahl <15.[1][2] Es ist löslich in Chloroform und Benzol, und unlöslich in Wasser.

Gewinnung

Reiskleiewachs fällt bei der Herstellung von Reisöl an, rohes Reisöl enthält ca. 3–6 % Wachs, das Wachs wird durch Abkühlen des Öls auf 20–25 °C oder durch Winterisieren,[3] gefolgt von einer Filtration, oder durch Zentrifugation isoliert. Dann wird es entweder mit Lösungsmitteln (Aceton, Ethanol u. a.) gewaschen und gebleicht, oder hydriert.[4][5]

Reiskleiewachs kann auch verseift sowie leicht desodoriert werden.

Verwendung

Reiskleiewachs wird vorwiegend für kosmetische Zwecke verwendet.[6] Es wird als ein nicht schmelzendes Peelingwachs verwendet, dessen Partikelgrößenverteilung in einem weiten Bereich eingestellt werden kann. Die Mikronisierung des Reiskleiewachses erfolgt dabei durch Dispergierung in Wasser-Lösungsmittel-Gemischen bei erhöhter Temperatur, nachfolgender Abkühlung, Filtration und Trocknung. Dabei werden mikronisierte Wachsteilchen über ein weites Partikelgrößespektrum erhalten.[7]

Reiskleiewachs ist auch eine Quelle für Policosanole mit Fettalkoholen von 24 bis 36 Kohlenstoffatomen pro Molekül.

Einzelnachweise

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