Remmesweiler
Stadtteil von Sankt Wendel, Deutschland
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Remmesweiler ist ein Stadtteil und Gemeindebezirk der Stadt St. Wendel im gleichnamigen Landkreis im Saarland. Bis Ende 1973 war Remmesweiler eine eigenständige Gemeinde.
Remmesweiler Kreisstadt Sankt Wendel | ||
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| Koordinaten: | 49° 26′ N, 7° 8′ O | |
| Einwohner: | 990[1] | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1974 | |
| Postleitzahl: | 66606 | |
| Vorwahl: | 06851 | |
Lage von Remmesweiler im Saarland
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Evangelische Kirche | ||
Geographie
Remmesweiler liegt südwestlich der Kernstadt. Nachbarorte sind Ober- und Niederlinxweiler im Osten, Mainzweiler im Süden und Urexweiler im Westen.
Geschichte
Vor- und Frühgeschichte
Frühgeschichtliche und römerzeitliche Funde auf der Gemarkung von Remmesweiler weisen darauf hin, dass der Ort schon lange besiedelt ist.[2] 1845 entdeckte man unter einem Steinhaufen eisernes Werkzeug und Krüge. An der Rennstraße fand man Grabhügel.[3]
Mittelalter
Als erste urkundliche Erwähnung nahm man lange 1307 an. Die Urkunde bezeugt, dass ein gewisser Godemann von Remmeswilre dem Grafen Eberhard von Zweibrücken Geld geliehen habe. Nach einer Neubewertung der Quellen kam man jedoch zum Schluss, dass es sich um Dornesweiler in Lothringen handelt. Darum wird heute 1343 als Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung angenommen. Der Ort gehörte zu den Grafschaften Saarbrücken und Ottweiler.[2]
Neuzeit
Ab 1500 gibt es genauere Quellen zum Ort und seinen Bewohnern. Das Verzeichnis zur sogenannten Fräuleinsteuer von 1537 gibt erstmals Auskunft über die Namen der Dorfbewohner.[2]
Eine Kapelle wurde 1634 erstmals erwähnt. Im Jahr darauf wurde Remmesweiler in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges gezogen und erleidet schwere Schäden. Am Ende des Krieges soll kein Haus mehr gestanden haben.[2]
Nach dem Frieden von Campo Formio 1797 wurde das Linke Rheinufer, und damit auch Remmesweiler, von Frankreich annektiert. Nach dem Wiener Kongress kam die Gegend zunächst als Fürstentum Lichtenberg zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Das Fürstentum wurde 1834 an Preußen abgetreten und als Kreis St. Wendel Teil der Rheinprovinz.[2]
1920 wurde Remmesweiler als Teil des Saargebiets aus dem Deutschen Reich ausgegliedert und unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Nach nochmaliger Ein- und Ausgliederung wurde das Saarland, und damit auch Remmesweiler, 1957 endgültig Teil der Bundesrepublik Deutschland.[2]
Zum 1. Januar 1974 wurde Remmesweiler im Rahmen der Gebietsreform Teil der neu gebildeten Stadt St. Wendel.[4]
In den Jahren 2000 und 2006 war Remmesweiler Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.[5]
Religion
Die Protestanten gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland, die Katholiken zum Bistum Trier.[6]
Vor Ort gibt es eine evangelische Kirche, die 1974/75 oberhalb der Ortslage errichtet wurde, sie besteht bis heute.[2] Die katholische Kirche wurde 1933 erbaut, nachdem bereits 1926 ein Kirchenbauverein gegründet worden war. Das Gotteshaus wurde im Oktober 2022 profaniert.[6][7]
Politik
Der Ortsrat besteht aus neun Mitgliedern, die seit der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 alle der CDU angehören.[8] Ortsvorsteherin von Remmesweiler ist Elisabeth Krob (CDU).[9]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Baudenkmäler
Mit einem Ensemble aus südwestdeutschen Einhäusern und dem Turm der ehemaligen evangelischen Pfarrkirche gibt es zwei Baudenkmäler in Remmesweiler.
Verkehr
Durch den Ort verläuft die L 130, von der südlich der geschlossenen Ortschaft die L 292 abzweigt. In Oberlinxweiler kann die B41 erreicht werden.
An den öffentlichen Personennahverkehr ist Remmesweiler durch die Buslinie 355 des saarVV angebunden.[10] Im Ort bestehen vier Bushaltestellen (Mainzweilerstraße, Schäfer, Tankstelle, Zum Sportplatz).[11] Die nächsten Bahnhöfe sind Oberlinxweiler und Ottweiler an der Nahetalbahn.


