Ren (Musiker)

britischer Musiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Ren, bürgerlich Ren Eryn Gill (* 29. März 1990 in Bangor, Wales), ist ein britischer Musiker und Musikproduzent.

Ren 2022

Ren spielt Gitarre, Bass und Piano, singt und rappt, schreibt, produziert und vermarktet seine Musik eigenständig. Von seinen Fans erhielt er auf Grund der Mischung aus Musik, Dichtung und theatralischen Darstellung in Anlehnung an Barden den Spitznamen „Bard of Brighton“. Er selbst bezeichnete seine Musik als „Bardcore“.[1]

Leben

Ren Gill wuchs auf der walisischen Insel Anglesey auf. Bereits als Kind brachte er sich selbst das Gitarre spielen bei und verkaufte seine Musik auf selbstgemachten CDs. Nach der Schule zog Ren nach Bath im Südwesten Englands und begann ein Studium in Music Performance. Er gründete die Band Trick The Fox, mit der er vor allem Straßenmusik (englisch Busking) machte.

2009, im Alter von 19 Jahren, erkrankte Ren an Lyme-Borreliose; diese Krankheit wurde erst Ende 2015 von Spezialisten in Belgien diagnostiziert.[2] Bis dahin hatte er jahrelang an Erschöpfung und Muskelschmerzen, die ihn zeitweise 23 Stunden am Tag ans Bett fesselten, gelitten.[2] Ärzte diagnostizierten zunächst Depression, Bipolare Störung und Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS).[2][3][4][5]

2010 unterschrieben Ren und Trick The Fox einen Plattenvertrag bei Sony Music Entertainment, nachdem ein Talentscout sie als Straßenmusiker entdeckt hatte.[2] Aufgrund seines Gesundheitszustandes konnte die Arbeit an einem Debütalbum nicht abgeschlossen werden und der Vertrag wurde 2013 aufgelöst[2], das war zeitgleich auch das Ende der Band Trick The Fox. 2013 zog Ren trotz anhaltender gesundheitlicher Probleme nach Brighton. Im März 2015 veröffentlichte er auf Bandcamp das Album Love Music mit zahlreichen älteren Songs. Im gleichen Jahr konnte er schließlich die Arbeit an seinem Debütalbum Freckled Angels abschließen, welches im Januar 2016 erschien, dieses enthält auch einige Aufnahmen aus der Zeit mit Trick The Fox.

Nach der korrekten Diagnose und Behandlung mittels Stammzelltherapie erholte sich Ren langsam und gründete 2018 die Band The Big Push, die zunächst durch Straßenmusik bekannt wurde und 2021 eine Tour durch das Vereinigte Königreich machte, sich dann 2022 aber auflöste. 2025 gab es ein Comeback, zunächst für einige Live-Auftritte. Ab 2018 gingen auch Videos von Ren und Sam Tompkins viral, auf denen sie als Straßenmusiker die Songs Blind Eyed, Earned It, Man’s World und Falling vortragen.[6]

Sein im Dezember 2022 auf YouTube veröffentlichtes Musikvideo zum Song Hi Ren erreichte auch dank der Vielzahl an Reaktionsvideos in den ersten fünf Monaten über elf Millionen Aufrufe.[7]

Im Jahr 2023 zog Gill vorübergehend nach Calgary, Kanada, wo er die Folgen der Borreliose-Erkrankung und der jahrelangen medikamentösen Fehlbehandlung von einem Spezialisten behandeln ließ.[1] Während der Arbeit an seinem Album Sick Boi ab 2022 erschienen vorab mehrere Singles, wovon unter anderem Murderer und Suicide die Top 100 der UK Single Charts erreichten. Das Album erschien im Oktober 2023 und erreichte Platz 1 in den UK Album Charts. Aufgrund seiner laufenden Behandlungen war es ihm nicht möglich, das Album zu promoten oder Auftritte wie beispielsweise eine Einladung zum Glastonbury Festival wahrzunehmen.[8] Das Musikvideo zu Money Game, Pt. 3, was Ren erneut gemeinsam mit seinem Jugendfreund Samuel Perry-Falvey produzierte, erreichte zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen.[9] 2024 kehrte er mit einem zweiteiligen Auftritt bei der Secret Garden Party in Abbots Ripton nach einer fünfjährigen Pause zurück auf die Bühne.[10]

Nachdem der Musiker Kujobeats im August 2024 eine Urheberrechtsbeschwerde gegen das Musikvideo zur Single Sick Boi eingereicht hatte, wurde der Song zeitweise von YouTube und verschiedenen Streamingplattformen entfernt. Ren gab in einem Statement an, den im Lied genutzten Beat regulär bei der Plattform BeatStars von Kujobeats erworben zu haben. Der Streit wurde zum Teil öffentlich ausgetragen und mündete in dem Disstrack KUJO BEAT DOWN. Ren veröffentlichte den Song Sick Boi schließlich erneut mit einem veränderten Sample.

2025 und 2026 veröffentlichte Ren mit Vincentʼs Tale und Richardʼs Tale mehrere Songs und weitere Kurzvideos als Fortsetzung der Trilogie bestehend aus Jennyʼs Tale (2015), Screechʼs Tale (2019) und Violetʼs Tale (2022).[11]

Im Oktober 2025 kündigte Ren die Veröffentlichung von mehreren EPs gemeinsam mit der britischen Indie-Band The Skinner Brothers an. Die sechs Titel der ersten EP Sick Sick Soul, Vol. 1 erschienen in wöchentlichem Rhythmus ab dem 9. Oktober.[12]

Im April 2026 erschien die erste Single des angekündigten Albums Asylum, das Ren gemeinsam mit dem US-amerikanischen Rapper Chris Webby produziert hat, das Duo tritt unter dem Namen Inpatient auf. Bis zum Album-Release erscheint alle zwei Wochen ein neuer Song.

Diskografie

Schnelle Fakten
Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[13]
Sick Boi
 UK1
Silber
Silber
26.10.2023(3 Wo.)
 US13728.10.2023(1 Wo.)
Singles[13][14]
Hi Ren
 UK24
Silber
Silber
23.03.2023(5 Wo.)
Suic*de
 UK9422.06.2023(1 Wo.)
Murderer
 UK9503.08.2023(1 Wo.)
Troubles
 UK1223.05.2024(2 Wo.)
Kujo Beat Down
 UK1519.09.2024(1 Wo.)
Money Ties
 UK5331.10.2024(1 Wo.)
Schließen

Alben

  • 2015: Love Music (nur als Download)
  • 2016: Freckled Angels
  • 2023: Sick Boi

EPs

  • 2019: The Tale of Jenny & Screech
  • 2020: Demos (Do Not Share), Vol 1
  • 2020: Demos Vol 2
  • 2025: Sick Sick Soul (Vol. 1) (mit The Skinner Brothers)
  • 2026: Vincentʼs Tale

Singles

  • 2016: Jessica (mit Orlean)
  • 2017: Dominoes (mit Falk)
  • 2018: Girls!
  • 2018: Blind Eyed (mit Sam Tompkins)
  • 2018: Children of the Moon
  • 2019: Humble (mit Eden Nash)
  • 2019: Money Game
  • 2019: How to Be Me (mit Chinchilla)
  • 2020: Money Game, Pt. 2
  • 2021: Chalk Outlines (mit Chinchilla)
  • 2022: Power
  • 2022: Violetʼs Tale
  • 2022: The Hunger
  • 2022: Genesis
  • 2022: What You Want
  • 2022: Hi Ren
  • 2023: For Joe
  • 2023: Sick Boi
  • 2023: Illest of Our Time
  • 2023: Animal Flow
  • 2023: Suic*de
  • 2023: Murderer
  • 2023: Love Music, Pt. 4
  • 2023: Down on the Beat (mit Viktus)
  • 2023: Masochist
  • 2023: Lost All Faith
  • 2023: Money Game, Pt. 3
  • 2024: Mackay
  • 2024: Kujo Beat Down
  • 2024: Money Ties
  • 2024: Slaughter House (mit Kit)
  • 2025: Vincentʼs Tale – Prologue – Sunflowers
  • 2025: Vincentʼs Tale – Self Portrait
  • 2025: So the Story Goes... (mit The Skinner Brothers)
  • 2025: Ctrl Alt Delete (mit The Skinner Brothers)
  • 2025: Truth or Dare (mit The Skinner Brothers)
  • 2025: Dream Life (mit The Skinner Brothers)
  • 2025: Twos on a Cigarette (mit The Skinner Brothers und Sahaji)
  • 2025: Pink Heineken (mit The Skinner Brothers und Megan Notcheva)
  • 2026: Vincentʼs Tale – The Bedroom / Richardʼs Tale
  • 2026: Vincentʼs Tale – Starry Night
  • 2026: Down The Road (mit Chris Webby als Inpatient)
  • 2026: Instigator (mit Chris Webby als Inpatient)

Gastauftritte

  • 2017: Patience (vom Soundtrack zu Unrest mit Bear McCreary)
  • 2021: Round Town [Skit] (von der EP Moon Maintenance for Dummies von Chinchilla)
  • 2023: gutter - Ren Remix (mit venbee)
  • 2024: Pain Salesman (mit Prof)
  • 2024: Baggage (vom Album Last Wednesday von Chris Webby)
  • 2024: Fentanyl (vom Album Chaos Theory 2 von Knox Hill)
  • 2024: Troubles (NHL 25 Soundtrack)
  • 2025: What Does Your Love Look Like? (vom Album I'm Not Supposed To Be Here von Token)

Cover und Remixes (Auswahl)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI