Renalase

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Renalase ist von Jianchao Xu (2004) erstbeschriebene Flavin-Adenin-Dinukleotid-abhängige Amin-Oxidase. Das Enzym wird von der Niere in das Blut abgegeben (sezerniert) und beeinflusst Blutdruck und Herzfunktion[1]. Seine Katecholamin-abbauende Eigenschaft ist umstritten, nicht jedoch die kardiovaskuläre Wirkung.[2]

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Renalase
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Renalase
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 325 Aminosäuren
Kofaktor FAD
Präkursor (Prerenalase; 342 aas)
Isoformen 2
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Vorkommen
Homologie-Familie Renalase
Übergeordnetes Taxon Neumünder
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 55328 67795
Ensembl ENSG00000184719 ENSMUSG00000071573
UniProt Q5VYX0 A7RDN6
Refseq (mRNA) NM_001031709 NM_001146342
Refseq (Protein) NP_001026879 NP_001139814
Genlocus Chr 10: 88.18 – 88.58 Mb Chr 19: 33.14 – 33.39 Mb
PubMed-Suche 55328 67795

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Wirkhypothese

Renalase baut in vitro Katecholamine ab, am stärksten Dopamin, gefolgt von Adrenalin und dann Noradrenalin. Beim Menschen ist die Expression des Renalase-Gens in der Niere am höchsten. Das Renalase-Gen ist aber auch im Herzen, im Skelettmuskel und im Dünndarm nachweisbar. Bei Dialysepatienten ist im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen die Renalase-Konzentration im Plasma deutlich vermindert.[1] Bei Ratten führt die Infusion von Renalase zu einer verminderten Kontraktilität des Herzens, zu einem Abfall von Herzfrequenz und Blutdruck und verhindert einen kompensatorischen Anstieg des peripheren Gefäßwiderstandes.

Die posttranslationale Modifikation von im Blut befindlicher Prerenalase zum Enzym wird bei einem Catecholamin-Überschuss vorangetrieben, ebenso wie die Neusynthese.[1][3]

Einzelnachweise

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