René Dost
deutscher Gastronom und Unternehmer
From Wikipedia, the free encyclopedia
René „Redo“ Dost (* 6. November 1968 in Hennigsdorf) ist ein deutscher Gastronom und Unternehmer. Er wurde durch seine Teilnahme an verschiedenen Fernsehformaten sowie als Webvideoproduzent in sozialen Netzwerken bekannt.

Persönliches
René Dost wuchs in Ketzin an der Havel (Brandenburg) auf. Seine Eltern betrieben dort eine Gaststätte.[1]
In der DDR machte Dost zunächst eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Klosterkeller in Potsdam, einem Betrieb der staatlichen Handelsorganisation (HO), sowie anschließend eine Ausbildung zum Koch. Beide Ausbildungen schloss er vor der Wiedervereinigung ab.[2][3]
Leben

Nach der Wende machte sich Dost 1991 mit einem mobilen Imbisswagen in Ketzin selbstständig. Er finanzierte den Start über ein Darlehen in Höhe von 50.000 D-Mark und verfügte zunächst über keinen festen Stellplatz.[4] So stand er nach eigenen Angaben unter erheblichem finanziellem Druck.[5]
1997 eröffnete Dost in Ketzin das Restaurant „Wirtshaus Redo“, 2003 einen weiteren Standort unter gleichem Namen in Wildau am Einkaufszentrum A10-Center.[6][7]

2008 entwickelte Dost das Gastronomiekonzept „Redo XXL“, das auf große Speisen und ein erlebnisorientiertes Ambiente setzt. Die Standorte in Ketzin und Wildau (2008) wurden umbenannt, sowie Frankfurt (Oder) (2009), Cottbus (2011), Berlin-Tempelhof (2013), Potsdam (2016) und Berlin-Friedrichshain (2023) neu eröffnet.[8][9]
Ergänzend zu den XXL-Standorten übernahm Dost 2016 das Café Heider in Potsdam, ein seit 1878 bestehendes Traditionscafé.[10] 2019 kamen das Kutschstall-Ensemble in Potsdam sowie das Steakhouse-Konzept „800 Grad Prime Beef Steakhouse“ hinzu.[3]
Im März 2023 übernahm Dost den Betrieb des Hotels SeeZeit am Motzener See in Mittenwalde (Brandenburg) im Rahmen eines Pachtvertrags mit einer Laufzeit von 20 Jahren.[11] Das Haus wird seitdem unter dem Namen „Residenz Seehotel Berlin-Brandenburg“ geführt. Dies war der Einstieg der Unternehmensgruppe in die Hotellerie.[12]
Das Portfolio der Unternehmensgruppe umfasst zudem das Burger-Restaurant „Burgerbüro“ mit Standorten in Potsdam, Berlin, Frankfurt (Oder) und Cottbus, mehrere Cafés – darunter das Wiener Café und das Lindencafé in Potsdam sowie Eiscafés in Frankfurt (Oder) und Potsdam. Hinzu kommt ein Cateringbetrieb mit einer Foodtruck-Flotte, die zu den größten im deutschsprachigen Raum zählt.[13][3] Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und erzielte 2023 einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro.[4][10][14]
Dost gehört seit 2025 dem Aufsichtsrat des Leaders Club Deutschland an, einem Branchennetzwerk für Gastronomie- und Hospitality-Unternehmen.[15]
Veröffentlichungen
Fernsehen
Die ZDF.reportage porträtierte Dost 2022 in der Folge „Köfte, Currywurst und Co. – Zwischen Imbiss und Imperium“, in der er als einer der Hauptprotagonisten vorgestellt wurde.[5] Die Sendung ordnete ihn als Vertreter mit einer ostdeutschen Unternehmerbiografie ein. Zudem war er mehrfach in der Sendung Mein Lokal, Dein Lokal (Kabel Eins) zu sehen, unter anderem mit dem Café Heider, dem Restaurant „Redo XXL Berlin“ sowie dem Steakhouse „800°“.[16][17][18][19]
Presse
Überregionale Medien berichteten seit 2019 wiederholt über Dost, darunter in Porträts sowie im Zusammenhang mit Restauranteröffnungen und behördlichen Kontrollen.[20][21][22][23] Die Berliner Zeitung veröffentlichte 2025 ein Porträt sowie 2026 eine Besprechung seines Buches.[24][25][26]
Fachmedien berichteten mehrfach über Dost und seine Unternehmensgruppe, darunter Porträts und Berichte zu unternehmerischen Entwicklungen.[6][10] 2024 trat Dost auf dem Internationalen Foodservice-Forum in Hamburg als Referent auf.[27]
Buchveröffentlichung
2025 veröffentlichte Dost ein Buch, in dem er seinen unternehmerischen Werdegang und persönliche Grundsätze darstellt. Die Berliner Zeitung ordnete das Werk als Selbstdarstellung eines Unternehmers aus dem ostdeutschen Mittelstand ein.[24] Die Space Frogs bemängelten 2026 die Qualität des Buches.[28]
Soziale Medien
Seit Mitte 2025 nutzt Dost Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube zur Darstellung seiner Unternehmen und zur persönlichen Markenkommunikation als Webvideoproduzent, auf denen er mittlerweile über eine Million Follower aufweist.[10]
Kritik
Hygienemängel
Der Tagesspiegel berichtete im März 2026 unter Bezugnahme auf behördliche Kontrollberichte über Hygienemängel, die im Jahr 2025 in mehreren Potsdamer Betrieben der Redo-Unternehmensgruppe festgestellt worden waren. Dem Bericht zufolge handelte es sich dabei unter anderem um Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften.[22]
Dost räumte gegenüber der Zeitung Versäumnisse ein und erklärte, das Unternehmen habe entsprechende Maßnahmen ergriffen.[23]
Öffentliche Wahrnehmung
Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur kam es im Zuge seiner gestiegenen Bekanntheit vereinzelt dazu, dass gefälschte Bestellungen auf seinen Namen bei anderen Restaurants aufgegeben wurden.[4]