René Fonjallaz
Schweizer Journalist, Faschist und Bobfahrer
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René Marcellin Fonjallaz (* 19. Januar 1907 in Bern; † 26. Dezember 1993) war ein Schweizer Journalist, Faschist und Bobfahrer.
| René Fonjallaz | |||||||
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| Nation | |||||||
| Geburtstag | 19. Januar 1907 | ||||||
| Geburtsort | Bern | ||||||
| Größe | 211 cm | ||||||
| Gewicht | 113 kg | ||||||
| Beruf | Journalist | ||||||
| Sterbedatum | 26. Dezember 1993 | ||||||
| Karriere | |||||||
| Medaillenspiegel | |||||||
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| letzte Änderung: 8. Juli 2015 | |||||||
Biographie
René Fonjallaz stammte aus einer bekannten Schweizer Winzerfamilie. Sein Vater Arthur Fonjallaz war Gründer der Schweizerischen Faschistischen Bewegung. Sohn René teilte die politischen Ansichten des Vaters.[1] Er war als Buchautor – auch unter dem Pseudonym Ené – und Journalist tätig.
1928 startete Fonjallaz im Viererbob bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz und belegte mit der Mannschaft von Bob Schweiz I Platz acht. Beim vorbereitenden Training erlitt er einen Sturz und war fünf Minuten lang bewusstlos.[2] 1931 errang er bei den Bob-Weltmeisterschaften in Oberhof gemeinsam mit Nicolas Buchheim sowie Gaston und Gustave Fonjallaz – die Verwandtschaftsverhältnisse sind unklar – die Silbermedaille im Vierer-Bob.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Fonjallaz für die deutsche Propaganda in Frankreich.[3] Er war dort Mitglied der französischen faschistischen Partei Parti populaire français (PPF). In Paris war er unter anderem für Radio Brazzaville N 2 tätig, das fünf Mal am Tag für 15 Minuten sendete. Die Radiostation prangerte «Verräter» an und empfahl den französischen Soldaten, ihrem «wahren Befehlshaber» General Pétain zu folgen und gegen die «anglo-sächsischen Eindringlinge» zu kämpfen.[4]
1947 wurde Fonjallaz in der Schweiz gemeinsam mit Georges Oltramare und Paul Bonny wegen Kollaboration mit den Deutschen angeklagt und zu drei Jahren Haft verurteilt.[5][2] Schon 1941 war er einmal gemeinsam mit seinem Vater wegen Spionage angeklagt worden.[6][7] 1950 wanderte er in das franquistische Spanien nach Ibiza aus und eröffnete dort gemeinsam mit seiner Frau Ana von Osterburg ein Restaurant.[8]
Bibliographie
- A la mémoire de Henri Roorda. Lausanne 1928
- Rumeurs des Ombres. Lausanne 1928
- Dallas and Co. Lausanne 1929 (300 nummerierte Exemplare)
- Mit Georges Oltramare/Maurice Porta: L’Amour en Suisse romande. Lausanne 1929
- Visages de l’Ouest lointain. Lausanne 1931
- Bobsleigh. Edition Métropole. Lausanne 1932
- Ventre-à-terre. Neuchâtel 1935
Weblinks
- René Fonjallaz in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)