René Schimanek
österreichischer Politiker (FPÖ)
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René Schimanek (* 1969[1]) ist ein österreichischer Rechtsextremist[2], der 2026 nach dem Verbotsgesetz 1947 verurteilt wurde. Schimanek war zudem ehemaliger FPÖ-Stadtrat in Langenlois[3] sowie ehemaliger Büroleiter der hochrangigen FPÖ-Politiker Walter Rosenkranz und Norbert Hofer.
Familie
René Schimanek ist ein Sohn von Hans Jörg Schimanek (auch FPÖ), jüngerer Bruder von Hans Jörg Schimanek jun. und Onkel der beiden Sächsischen Separatisten Schimanek. Er ist verheiratet.[4]
Werdegang
Aktivitäten in der Neonazi-Szene
Schimanek bewegte sich im Umfeld der Volkstreuen außerparlamentarische Opposition (VAPO). Er beteiligte sich an einer Neonazi-Demonstration in den 1980er Jahren, an der auch sein Bruder Hans Jörg Schimanek jun. und Gottfried Küssel teilnahmen, sowie an paramilitärischen Übungen der VAPO, die sein Bruder mit-organisiert hatte.[5] Nach eigenen Angaben hatte er mehrfach Küssel getroffen.[6] Einem Bericht des Kuriers zufolge war René Schimanek auch Mitglied der VAPO;[7] er selbst bestritt dies jedoch.[5] Das Stephen Roth Institute der Universität schrieb 1998 in seinem Antisemitismus-Bericht, dass „das FPÖ-Mitglied Rene Schimanek tief in die paramilitärische Naziorganisation Kameradschaft Langenlois involviert war“.[6]
Mitarbeiter von FPÖ-Politikern
Bis zum Beginn des Jahres 2000 war er Sprecher des FPÖ-Justizministers Michael Krüger, musste allerdings zurücktreten, nachdem seine Beteiligung an der Neonazi-Demonstration wiederholt in Presseberichten rezipiert wurde.[5][8] Ab November 2015 war Schimanek als Büroleiter bei Norbert Hofer während dessen Zeit als dritter Nationalratspräsident beschäftigt.[9] Zu diesem Zeitpunkt griff die Presse erneut seine Rolle in der VAPO auf.[5] Auch nach dem Wechsel Hofers ins Verkehrsministerium blieb Schimanek als Kabinettschef für ihn tätig.[10]
Bis zu einer einvernehmlichen Vertragsauflösung auf Bitte Schimaneks im Februar 2025 war er Büroleiter von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz.[11] 2025 wurde er Mitarbeiter beim Freiheitlichen Bildungsinstitut.[12]
Kandidaturen und Kommunalpolitik in Langenlois
Für das rechtspopulistische Bündnis Zukunft Österreich trat er bei Nationalratswahl in Österreich 2006 im Regionalwahlkreis Waldviertel[13] als Kandidat an.[5] Ebenfalls kandidierte er bei der Landtagswahl in Niederösterreich 2018 im Bezirk Krems für die FPÖ,[14] erhielt aber kein Mandat.
Schimanek war in Langenlois kommunalpolitisch für die FPÖ aktiv. 2012 wurde er Mitglied des Gemeinderats[15], sowie später Stadtrat der Gemeinde Langenlois.[16] Im Sommer 2018 trat er aus beruflich-zeitlichen Gründen aus Gemeinde- und Stadtrat zurück.[17] Im November 2023 wurde er erneut Mitglied des Gemeinderats sowie Stadtrat für Verkehr und Energie.[18][19] Bei der Gemeinderatswahl in Langenlois am 26. Jänner 2025 erhielt er ein Mandat im Gemeinderat und wurde am 3. März 2025 in der konstituierenden Sitzung mit 12 von 31 Stimmen erneut zum Stadtrat gewählt, wobei schon seine eigene Stimme formell ausreichend gewesen wäre.[4][20] Gegen seine Wahl zum Stadtrat protestierte eine Bürgerinitiative.[21] Nach seiner Verurteilung im März 2026 trat er aus der FPÖ aus sowie als Stadtrat zurück.[22]
Hausdurchsuchung und Anklage wegen Wiederbetätigung
2024 wurden in Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Sächsischen Separatisten das „Forsthaus“ bei der Burgruine Kronsegg in Langenlois, in dem Schimanek seinen Hauptwohnsitz gemeldet hatte, durchsucht. Dabei wurden 30 kg Munition, ein Schalldämpfer sowie NS-Devotionalien gefunden.[23][24] Die Ermittler fanden insgesamt 58 „kritische Objekte“, darunter eine Hitler-Büste, ein Porträt von Heinrich Himmler sowie Gegenstände mit SS- und Hakenkreuz-Symbolik.[25] Laut den Ermittlungsakten sollte das Forsthaus den Sächsischen Separatisten als Rückzugsort dienen.[26] René Schimanek erklärte, er habe nicht in dem Haus gewohnt und nichts von den gefundenen Objekten gewusst.[21]
In der Todesanzeige seines Vaters 2024 verwendete er das Irminsul-Symbol, welches auch von der SS verwendet wurde.[27][28] Im Jänner 2026 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft eine Klage wegen Wiederbetätigung gegen Schimanek eingebracht hat.[28][27][29] Im März 2026 wurde er deswegen zu einem Jahr Bedingter Haft – das Mindeststrafmaß – verurteilt.[2] Das Urteil ist rechtskräftig.[30]