Return (Tennis)

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Return (deutsche Bezeichnung Rückschlag) ist die Bezeichnung des Schlags, mit dem der Ball nach dem gegnerischen Aufschlag zurückgespielt – retourniert – wird. Neben dem Aufschlag, dem härtesten Schlag im Tennis, ist der Return von größter Bedeutung. Beide Schlagarten sind „Eröffnungsschläge“, mit denen der Ballwechsel eingeleitet wird. Ein schwacher Return erlaubt es dem Gegner, bereits mit dem Aufschlag Druck aufzubauen und den Ballwechsel zu bestimmen. Meist ist der Returnierende beim ersten Aufschlag nur in der Lage, den Schläger passiv, mit einer kurzen Ausholbewegung, hinzuhalten (zu „blocken“). Er versucht hierbei den Druck des gegnerischen Aufschlags mitzunehmen und dem Rückschlag die gewünschte Richtung zu geben. Der – in der Regel mit weniger Härte geschlagene – zweite Aufschlag kann wiederum vom retournierenden Spieler angegriffen werden.[1]

Bereich, der beim Aufschlag des Gegners abgedeckt werden sollte. Gelb: Positionierung des Rückschlägers
Aufschlagvarianten auf die man sich beim Return einstellen muss:
Flacher Aufschlag (gelb)
Topspin-Aufschlag (rot)
Slice-Aufschlag (grün)
Returnposition auf der Vorteilsseite

Varianten

Es gibt verschiedene Arten von Returns, die je nach Spielsituation und Aufschlag des Gegners eingesetzt werden.[2]

  • Block-Return: Nach einem schnellen Aufschlag des Gegners wird der Ball aus Zeitgründen lediglich ohne einer Ausholbewegung geblockt. Der Return bedient sich der Geschwindigkeit des ankommenden Balls. Er kommt oft zum Einsatz bei einem Aufschlag auf den Körper.
  • Angriffs-Return: Bei einem schwächeren Aufschlag des Gegners kann der Ball früh mit einem kräftigen Schlag retourniert werden, um den Gegner sofort unter Druck zu setzen.
  • Slice-Return: Ein Return mittels Slice ist ein eher defensiver Rückschlag.
  • Hoher, defensiver Return: Um Zeit zu gewinnen, retourniert man den Ball mittels eines hoch zurückfliegenden Balls mit meist langsamem Tempo.
  • Chip-Return: Mittels einem Chip versucht man den Ball kurz und niedrig hinter das Netz zurückzuspielen. Der Schlag ähnelt einem Slice, erfolgt jedoch meist ohne große Ausholbewegung und mit geringer Körperrotation. Er wird gegen einen Aufschläger eingesetzt, der eine Serve-und-Volley-Strategie spielt oder im Doppel. Der Angreifer soll dadurch zu einem eher defensiven Volley gezwungen werden.

Strategie

Gute Returnspieler können den Aufschlag sehr früh „lesen“, um den Ball trotz der hohen Ballgeschwindigkeit gut retournieren zu können, ohne sofort in die Defensive zu geraten. Hierzu erfasst man die Körperhaltung des Spielers, den Ballwurf, die Schlägerbewegung und den Balltreffpunkt. Ebenso kann man bereits vor einem Match oder nach wenigen Spielen analysieren, wohin der Gegner bevorzugt von jeder Seite aufschlägt oder wie und wohin er bei verschiedenen Spielständen aufschlägt.

Steht man als Retournierer weit hinter der Grundlinie, hat man mehr Zeit für den Return, muss aber gegebenenfalls weitere Strecken abdecken beziehungsweise laufen, um den Ball zu erreichen.

Statistik

Laut ATP-Statistik sind dies die zehn besten Returnspieler.[3] In die Returnquote fließen ein:

  • % Gewonnene Punkte durch Return beim 1. Aufschlag
  • % Gewonnene Punkte durch Return beim 2. Aufschlag
  • % Gewonnene Returnspiele
  • % Verwandelte Breakchancen

Einzelnachweise

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