Return to Seoul

Film von Davy Chou (2022) From Wikipedia, the free encyclopedia

Return to Seoul ist eine französisch-deutsch-belgische Koproduktion aus dem Jahre 2022. Regie führte Davy Chou. Der Film ist angelehnt an die wahre Geschichte von Laure Badufle, einer Freundin des Regisseurs.[2]

TitelReturn to Seoul
OriginaltitelRetour à Séoul
ProduktionslandBelgien, Deutschland, Frankreich
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Return to Seoul
Originaltitel Retour à Séoul
Produktionsland Belgien, Deutschland, Frankreich
Originalsprache Koreanisch, Französisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Davy Chou
Drehbuch Claire Maugendre,
Davy Chou
Produktion Katia Khazak,
Charlotte Vincent
Musik Christophhe Musset,
Jérémie Arcache
Kamera Thomas Favel
Schnitt Dounia Sichov
Besetzung
  • Park Ji-min: Frédérique „Freddie“ Benoît
  • Lien Oh Kwang-rok: biologischer Vater von Freddie
  • Guka Han: Tena
  • Kim Sun-young: Tante
  • Yoann Zimmer: Maxime
  • Louis-Do de Lencquesaing: André
  • Hur Ouk-sook: Großmutter
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Handlung

Freddie ist eine 25-jährige Frau, die aus Südkorea stammt, aber zur Adoption freigegeben wurde. Sie wuchs in einer französischen Familie auf. Bei einer Reise nach Seoul, macht sie eine Anfrage bei einer Behörde, um Kontakt mit ihren leiblichen Eltern herzustellen. Zunächst ist nur der Kontakt zu ihrem koreanischen Vater möglich, ihre Mutter antwortet nicht auf das Gesuch.

Während ihres Aufenthalts in Seoul freundet sich Freddie mit der Koreanerin Tena an, die für sie dolmetscht. Freddie, die an den europäischen Lebensstil gewöhnt ist, fühlt sich in Südkorea fremd und versteht die Mentalität nicht. Als Grund für ihre Freigabe zur Adoption wird genannt, dass Südkorea damals noch in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte, dies sich aber geändert habe. Freddie bekommt von ihrem koreanischen Vater Textnachrichten, die er betrunken schreibt, was Freddie irritiert. Tena meint aber, dass Freddie in Südkorea bleiben und einen koreanischen Mann heiraten soll. Zusammen besuchen sie den leiblichen Vater von Freddie.

Zwei Jahre später arbeitet Freddie in Seoul für einen französischen Rüstungskonzern. Bei einem erneuten Treffen mit ihrem Vater, verspricht dieser ihr, keinen Alkohol mehr zu trinken und spielt ein selbst komponiertes Klavierstück für sie auf seinem Handy ab. Dies rührt Freddie und sie ändert ihre Meinung über ihren Vater.

Fünf Jahre später unternimmt Freddie einen erneuten Versuch, Kontakt mit ihrer Mutter aufzunehmen. Eigentlich war eine erneute Kontaktaufnahme von der Behörde untersagt, aber es gab dort Mitarbeiter, die sich über die Anweisungen hinweggesetzt hatten. Freddie erhält dort die E-Mail-Adresse ihrer leiblichen Mutter.

Als Freddie ihrer Mutter in einem Hotel eine E-Mail geschrieben hat, bekommt sie eine Nachricht, dass diese E-Mail unzustellbar sei. Freddie setzt sich ans Klavier und spielt die Chorale Prelude F minor von Johann Sebastian Bach.

Rezeption

Der Film lief 2025 bei arte unter dem Namen „Rückkehr nach Seoul“.[3] Zuvor, im Frühjahr 2023, wurde er auch in ausgewählten deutschen Kinos gezeigt, allerdings unter dem englischen Titel „Return To Seoul“. Seine Uraufführung erfolgte 2022 im Rahmen der Sektion „Un Certain Regard“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Im selben Jahr erhielt Regisseur Chou den Preis für die beste Regie bei den Asia Pacific Screen Awards, während Park Ji-min als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wurde „Return to Seoul“ von der Boston Society of Film Critics zum besten Film des Jahres gewählt.[4]

Kritik

Das Lexikon des Internationalen Films lobt den Film aufgrund vieler Qualitäten: „Ein mitreißendes, erzählerisch höchst einfallsreiches Drama über Identität, die als komplexes Gemisch von Fremd- und Selbstzuschreibungen, kultureller Prägungen und Projektionen sichtbar wird. Auf vergleichbare Weise wirkt auch der Film mal herzzerreißend-berührend, mal komisch-kühl bis elegant.“[5] die taz hebt besonders die Leistung der Hauptdarstellerin hervor: „Getragen vor allem von seiner Hauptdarstellerin Park Ji-min, entwickelt Chou ein komplexes Porträt einer jungen Frau beim Versuch, verschiedene Facetten ihres Ichs auszutarieren. Park wechselt mit Leichtigkeit durch die verschiedenen Register der Figur. Der Präsenz, die sie Freddie verleiht, ist zu verdanken, dass sie im Film trotz aller Selbstsuche stets präsent bleibt.“[6]

Einzelnachweise

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