Rewired
Album von Mike & the Mechanics
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Rewired (englisch für „neu verkabelt“) ist das sechste Studioalbum der britischen Rockband Mike and the Mechanics, das im Juni 2004 erschien.
Veröffent-
lichung
Format(e)
CD, Download, DVD
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| Studioalbum von Mike + The Mechanics + Paul Carrack | ||||
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Format(e) |
CD, Download, DVD | |||
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Titel (Anzahl) |
9 | |||
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44:22 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
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Hintergrund
Nach dem Tod des langjährigen Mechanics-Sängers Paul Young im Sommer 2000 war die Zukunft der Band zunächst ungewiss. Zwar trafen sich die verbliebenen Mitglieder Paul Carrack und Mike Rutherford bereits 2001 wieder zum gemeinsamen Schreibprozess, waren sich jedoch nicht im Klaren darüber, ob dies zu einem neuen Mechanics-Album führen würde. In einem Interview mit dem deutschen Genesis-Fanclub it sagte Rutherford: „Wir wollten einfach ein paar Lieder schreiben und sehen, wohin uns das führt. Es war nicht unwahrscheinlich, dass wir ohne Paul [Young] weitermachen. Wir haben nur gesagt, lass uns etwas Musik machen und dann sehen wir, was daraus wird. Wir hatten eine große Diskussion mit dem Ergebnis, dass – wenn wir schon weitermachen – das neue Album anders sein muss im Vergleich zu dem, was wir vorher gemacht haben.“[1]
Im Gegensatz zu den vorherigen beiden Studioalben Beggar on a Beach of Gold (1995) und Mike & The Mechanics (M6) (1999), die mit ihrem größtenteils akustisch gehaltenen Stil eine bewusste Abkehr von synthetischer Musik waren, präsentiert sich Rewired in einem deutlich elektronischeren Gewand. Rutherford begründete diesen Stilwechsel damit, dass die Band mit den Jahren einen etwas sichereren Sound entwickelt und weiterentwickelt hätten und dies mit einem neuen Album ändern wollten.[2] Albenkritiken verglichen das Album daher stilistisch mit Elektronik-Künstlern wie Fatboy Slim, Tricky oder Madonnas Kollaborationen mit Mirwais (u. a. Music.)[3] Erstmals sind auf einem Mechanics-Album mit dem Titelstück Rewired und Underscore auch instrumentale Stücke zu hören.
Rewired erschien fünf Jahre nach dem letzten regulären Mechanics-Studioalbum Mike & The Mechanics (M6) und ist das erste Album der Band ohne ihren langjährigen Sänger Young. Auch deshalb wurde es unter dem Namen Mike + The Mechanics + Paul Carrack veröffentlicht, um laut Rutherford zu verdeutlichen, dass es sich ohne Young nicht mehr um die gleiche Band wie zuvor handelte.[4] Es ist bis heute das einzige Mechanics-Album mit nur einem Sänger und das letzte mit Beteiligung von Leadsänger und Gründungsmitglied Carrack. Bei der Produktion des Albums wurde Rutherford von Peter Van Hooke, dem ehemaligen Schlagzeuger der Mechanics unterstützt, somit ist Rewired gleichzeitig das erste Album der Band, das nicht von Christopher Neil co-produziert wurde.
Veröffentlichung
Die Erstveröffentlichung von Rewired erfolgte am 7. Juni 2004 bei Virgin Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD mit neun Titeln (Katalognummer: 57 1175 2).[5] Zum gleichen Zeitpunkt erschien in Europa auch eine Deluxeausführung mit Bonus-DVD. Die limitierte 2-Disc-Edition enthält die 9-Track-CD sowie eine Bonus-DVD im PAL-Format mit 10 Titeln, darunter ein Musikvideo zu jedem Lied sowie eine Lang- und eine Kurzversion zur ersten Promo-Single One Left Standing. In Nordamerika wurde das Album schließlich im September 2005 durch Rhino Records als Einzel-CD veröffentlicht.[6]
Aus dem Album erschienen keine offiziellen Singles, lediglich If I Were You, One Left Standing und Perfect Child wurden als Promo-Singles veröffentlicht.[7]
Titelliste
- One Left Standing – 5:11
- If I Were You – 4:21
- Perfect Child – 5:11
- Rewired – 5:31
- I Don’t Want It All – 5:06
- How Can I? – 4:44
- Falling – 5:17
- Somewhere Along the Line – 3:52
- Underscore – 5:09
Rezeption
Im Rückblick zeigte sich Rutherford 2011 mit Rewired weniger zufrieden: „Ich blicke darauf zurück und … wir haben das Album gemacht, ich habe da auch nicht groß drüber nachgedacht, aber später – ich hätte es nicht machen sollen. Mit Carrack und Young hat die Chemie erstklassig gestimmt; dann haben wir Young verloren, und ich habe gewissermaßen einfach weitergemacht, mit ein paar netten Liedern. Das hätte ich nicht tun sollen. Und der Klang auf dem Album gefällt mir gar nicht. Manchmal entwickelt man etwas, das man interessant findet – aber nach einer Weile findet man das gar nicht mehr so reizvoll.“[8]
Bruce Eder von AllMusic bezeichnete Rewired als „ein gelungenes Album, eine Mischung aus Pop/Rock und synthie-orchestrierten Balladen, die sowohl an die Genesis-Werke Mitte der 1970er-Jahre als auch an die poppigeren Arbeiten von Phil Collins erinnert.“ Er lobte insbesondere das Gitarrenspiel von Rutherford sowie Carracks Gesang.[9]
Chartplatzierungen
| ChartsChartplatzierungen | Höchstplatzierung | Wochen |
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| 39 (3 Wo.) | 3 | |
| 50 (2 Wo.) | 2 | |
| 42 (2 Wo.) | 2 |