Rex Holman

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Rexford George „Rex“ Holman (* 11. Dezember 1935 in Denver in Colorado; † 9. Januar 2025 in Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sänger, der von 1959 bis 1989 vor der Kamera aktiv war.[1][2][3]

Leben

Holman wurde 1935 in Denver im US-Bundesstaat Colorado geboren und verbrachte Teile seiner Kindheit in Tulsa, Oklahoma. Später zog die Familie nach Südkalifornien, wo er in Tarzana aufwuchs. Er besuchte die Canoga Park High School in Canoga Park und das Pierce Junior College in Woodland Hills, wo er erstmals mit der Schauspielerei in Berührung kam. Folgend sammelte er Erfahrungen im College- und Community‑Theater sowie bei Bühnenproduktionen während des Sommers.

Er zog sich 1989 aus dem Schauspielgeschäft zurück und ließ sich in Apple Valley nieder, um in der Nähe seiner Mutter zu leben. Holman starb im Januar 2025 im Alter von 89 Jahren, sein Tod wurde jedoch erst im August 2025 öffentlich.[4]

Karriere

Holman begann seine Karriere auf den Theaterbühnen von Los Angeles und arbeitete zu dieser Zeit für eine Firma in Hollywood im Filmschnitt. Zu Beginn verwendete Holman den Künstlernamen Roy Eugene Baker – in einigen frühen Filmcredits wird er deshalb als Roy Baker bzw. Roye Baker im Abspann aufgeführt. Später nannte er sich dann Rex Holman.[1][5]

Seine Bildschirmkarriere begann 1959 mit einem Auftritt in der Anthologie-Serie Wenn man Millionär wär (The Millionaire). 1960 gab er sein Filmdebüt als Lloyd Barker in Ma Barker’s Killer Brood.

Holman wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren dafür bekannt, junge Revolverhelden in zahlreichen Westernserien zu spielen. So trat er mehrfach in Rauchende Colts auf,[5] erstmals in der Folge Small Water.[6] Er hatte Gastrollen in Bonanza, Wells Fargo, Tausend Meilen Staub, Die Leute von der Shiloh Ranch, Big Valley, Have Gun – Will Travel, Der zweite Mann, Wagon Train, Westlich von Santa Fé (1963; Folge Old Man Running als Bob Sherman), Im Wilden Westen, Daniel Boone und Lawman,[7][8]. Außerdem spielte er die wiederkehrende Rolle des India in der Westernserie The Road West.[1][2][3] Er war aber auch in Fernsehserien wie Kobra, übernehmen Sie, Mannix, Twilight Zone,[9] Planet der Giganten, Ein Colt für alle Fälle, Die Straßen von San Francisco und als Morgan Earp in der Folge Wild West im Weltraum von Raumschiff Enterprise zu sehen.[10] Seinen letzten Fernsehauftritt hatte er im Jahr 1985 in der Fernsehserie Wildside.[1][2][3]

Holmans Filmauftritte umfassten Rollen in Die Hindenburg, Young Jesse James, In Montana ist die Hölle los (The Quick Gun), The Outlaws Is Coming, … denn keiner ist ohne Schuld, Rollkommando, Wenn der Nordwind bläst, The Cool Ones, Joy in the Morning, Your Cheatin’ Heart und Die Flucht zum Hexenberg.[11] In Deadwood ’76 aus dem Jahr 1965 war er im gleichnamigen Soundtrack zu hören sowie in Die Gnadenlosen Killer aus dem Jahr 1969 mit dem Titel Little Joe Carew. Als Musiker nahm er zudem das Album In the Land of Victory auf, das mit zwölf Titeln bei dem Musiklabel Pentagram erschien (PE 1001). Seinen letzten Filmauftritt hatte er im Jahr 1989 in Star Trek V: Am Rande des Universums als J’Onn.[1][2]

In Quentin Tarantinos Film Once Upon a Time in Hollywood aus dem Jahr 2019 ist Holman in Archivmaterial in seiner Rolle als Bösewicht „Tiger“ in der Folge All the Streets Are Silent der Fernsehserie FBI zu sehen – zusammen mit dem von Leonardo DiCaprio verkörperten Schauspieler „Rick Dalton“. Dieser wurde anstelle von Burt Reynolds mittels CGI-Technik in eine Szene eingefügt. Im Tarantinos Film kommentiert Dalton, während der Abspann läuft, die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Schauspielern, die auf dem Bildschirm erscheinen. Als Holman gezeigt wird, sagt er: „Der Typ war ein Arschloch.“ Für die Verwendung dieser Zeile, die sich auf Holman persönlich bezog, wurde dessen Erlaubnis eingeholt – 54 Jahre nach der ursprünglichen Ausstrahlung der Folge.[1]

Im deutschen Sprachraum wurde Holman, der Mitglied der SAG-AFTRA war, unter anderem von Werner Abrolat, Detlef Bierstedt, Leon Boden, Erich Ebert, Arne Elsholtz, Norbert Gastell, Klaus-Peter Hoppe, Thomas Kästner, Martin Keßler, Peter Kirchberger, Matthias Klages, Klaus Löwitsch, Kurt Eugen Ludwig, Jürgen Mai, Andreas Mannkopff, Gerd Martienzen, H. H. Müller, Klaus Münster, Hans Nitschke, Wolfgang Pampel, Uwe Paulsen, Tommi Piper, Horst Raspe, Erwin Schastok, Manfred Schott, Oliver Stritzel, Walter Tschernich und Wolfgang Ziffer synchronisiert.[12]

Filmografie (Auswahl)

Film

Fernsehen

Literatur

  • Bill Warren: Space Cowboy. In: Starlog (US). Nr. 152, März 1990, S. 60–63 (englisch).

Einzelnachweise

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