Rheinmetall Caracal
Luftlandefahrzeug
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Der Caracal ist ein unter Führung von Rheinmetall entwickeltes Luftlandefahrzeug.
| Rheinmetall Caracal | |
|---|---|
Prototyp des Caracal im Dienst der niederländischen Streitkräfte | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 1+5 |
| Länge | 4,35 m/4,70 m[1] |
| Breite | 1,81 m[1] |
| Höhe | 1,85 m[1] |
| Masse | 4,9 t[1] |
| Bewaffnung | |
| Schutzsysteme | |
| Panzerung | STANAG 4569; AEP-55 Vol.1 (Level 1 incl. FSP)[1] |
| Minenschutzstärke | STANAG 4569; AEP-55 Vol.2 (Level 1 DM31)[1] |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | Mercedes-Benz NAG3 9G-tronic[1] 183 kW (249 PS)[1] |
| Geschwindigkeit | 130 km/h[1] |
| Leistung/Gewicht | |
Grundkonzept
Das Luftlandefahrzeug Caracal basiert auf der militärischen Baureihe 464 der G-Klasse von Mercedes-Benz;[1][2] diese baut als sogenannte Behördenversion auf dem ursprünglichen G 461 auf und hat Starrachsen sowie ein im militärischen Bereich übliches zusätzliches 24-V-Bordnetz;[3] der W 464 wird seit August 2023 hergestellt.[4] Es sollen jeweils bis zu zwei Fahrzeuge als Innen- oder Außenlast von den Hubschraubern CH-47F Chinook und CH-53K King Stallion transportiert werden können (Luftverlegbarkeit).[1][2] Das Fahrzeug ist weiterhin für den Lufttransport per Boeing C-17, Lockheed Martin C-130, Embraer KC-390 und Airbus A400M geeignet.[1]
Geschichte
Die Bundeswehr und die niederländischen Streitkräfte haben sich im Juli 2023 in einem Rahmenvertrag mit Rheinmetall auf Eckpunkte geeinigt: Die Bundeswehr will insgesamt bis zu 2054 Fahrzeuge beschaffen und die niederländischen Streitkräfte bis zu 1004 Fahrzeuge. Der Rahmenvertrag hat einen Gesamtwert von bis zu 1,9 Mrd. € brutto und wird für den deutschen Anteil aus dem Sondervermögen der Bundeswehr finanziert.[4][5]
Die Fahrzeuge sollen in Varianten für den Personen-, Gruppen- und Materialtransport sowie als Sanitätsfahrzeuge eingesetzt werden und in der Bundeswehr den Wolf und den Mungo in der Division Schnelle Kräfte (DSK) ersetzen. Die Niederlande werden den Caracal in der 11. Luchtmobiele Brigade einsetzen, die wiederum der DSK unterstellt ist. Die Auslieferung der ersten Erprobungsmuster ist bereits im ersten Quartal 2024 geplant, der Beginn der Serienauslieferung ist für Anfang 2025 vorgesehen.[6]
Entwickelt und gebaut wird der Caracal in Kooperation mit Mercedes-Benz G GmbH und ACS Armoured Car Systems GmbH, Sitz in Derching bei Friedberg (Bayern) (eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gruma Nutzfahrzeuge GmbH, Sitz ebenso in Derching).[7] Die ACS entwickelte und baut z. B. die Bodenbaugruppe der unterschiedlichen Ladungsträger; MBG liefert das Fahrgestell.[8] Die Endmontage der Fahrzeuge soll Rheinmetall zufolge komplett in den Niederlanden erfolgen; im Rheinmetall-Werk im Ede und bei VDL Special Vehicles B.V. in Eindhofen.[7]
In einem ersten Schritt wurden aus dem Rahmenvertrag 1508 Fahrzeuge – 1004 für Deutschland und 504 für die Niederlande – im Wert von rund 870 Mio. € einschließlich Mehrwertsteuer fest bestellt.[7]
Im November 2023 wurde bekannt, dass die Ukraine 5 Fahrzeuge im Rahmen der Ertüchtigungshilfe erhalten wird.[9] Eine weitere Lieferung von 20 zusätzlichen Fahrzeugen wurde im Februar 2024 bekannt.[10]
Nutzer
Die folgende Auflistung militärischer Nutzer enthält im Wesentlichen Staaten, bei denen der Rheinmetall Caracal im aktiven Truppendienst steht oder stehen wird:
Deutschland- Heer: 1004 Luftlandeplattform Caracal (Bestellung im Jahr 2023 beschlossen, Serienlieferung ab 2025)[7]
Niederlande- Koninklijke Landmacht: 504 Luftlandeplattform Caracal (Bestellung im Jahr 2023 beschlossen, Serienlieferung ab 2025); zur Verwendung in der 11 Luchtmobiele Brigade.[7]
Ukraine- 25 Luftlandeplattform Caracal (Lieferung 5 Exemplare im Jahr 2023, 20 im Jahr 2024)[11]
Siehe auch
Weblinks
- Produktseite beim Hersteller
