Richard Ali A Mutu
kongolesischer Schriftsteller
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Richard Ali A Mutu (* 11. Juli 1988 in Mbandaka) ist ein kongolesischer Schriftsteller.[1] Es ist für den auf Lingála verfassten Roman Ebamba, Kinshasa makambo (2014) und dessen englische Fassung Mr. Fix-It (2017) bekannt, die als erste Übersetzung eines Lingála-Romans ins Englische gilt.[2]

Leben
Ali A Mutu studierte Jura und entschied sich im Alter von 21 Jahren dazu, sich vollständig dem Schreiben zu widmen.[3] Im Jahr 2009 gewann er den Mark-Twain-Preis.[4] 2011 veröffentlichte er auf Französisch Tabu’s Nightmares.[5] 2011 gründete er die Association des Jeunes Écrivains du Congo (AJECO).[1] 2014 wurde er in die von Hay Festival kuratierte Africa39-Liste der vielversprechendsten Autorinnen und Autoren aus Subsahara-Afrika unter 40 Jahren aufgenommen.[4] Als AJECO-Koordinator stellte er 2014 in Kinshasa die erste rentrée littéraire der Vereinigung vor.[6] Seit 2016 arbeitet er bei der Generaldirektion Wallonie-Bruxelles in Kinshasa als Verantwortlicher für Lettres et Livres (Bibliothek).[4]
Wirken
Ali A Mutu schreibt auf Lingála und Französisch und setzt sich für Literatur in kongolesischen Sprachen ein; hierzu äußerte er sich 2023/2024 ausführlich in einem Interview der Fachzeitschrift French Studies.[7] Sein Roman Ebamba, Kinshasa makambo erschien 2014 bei Éditions Mabiki in Wavre.[8] Eine Besprechung hob hervor, wie der Text das Alltagsleben Kinshasas sowie Spannungen zwischen Tradition und Moderne einfängt.[9] Im Jahr 2017 diskutierte er im Rahmen der ALOUD-Reihe in Los Angeles gemeinsam mit Ngũgĩ wa Thiong’o über Literatur in afrikanischen Sprachen.[10] Im Kontext der Anthologie Africa39 galt er als der einzige Autor, der überwiegend in einer afrikanischen Sprache schrieb.[9] Neben seiner schriftstellerischen Arbeit ist er als Jurist tätig und moderiert eine wöchentliche Fernsehsendung zur kongolesischen Literatur in Kinshasa.[2] 2021 stellte er in Kinshasa den politisch geprägten Roman Et les portes sont des bouches vor.[1]