Richard H. Leigh

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Richard Henry Leigh (* 12. August 1870 in Batesville, Mississippi; † 4. Februar 1946 in Long Beach, Kalifornien) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Force. Zwischen 1931 und 1941 war dies der offizielle Name der United States Pacific Fleet.

Richard H. Leigh

Leben

Richard Leight war ein Sohn von Elbridge Gerry Leigh (1841–1899) und dessen Frau Susan G. Gattis (1839–1891). Im Jahr 1891 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er auf dem Kanonenboot USS Princeton (PG-13) stationiert, das in der Karibik operierte. Wenig später wurde er in den Fernen Osten versetzt, wo er am Philippinisch-Amerikanischen Krieg teilnahm. Zur Zeit des Boxeraufstands in China diente er an Bord des Schlachtschiffs Oregon, das an der Niederschlagung des Aufstands beteiligt war.

In den folgenden Jahren war Leigh unter anderem Lehrer für Mathematik an der Marineakademie. Anschließend war er wieder als Seeoffizier tätig. Zwischenzeitlich diente er auf verschiedenen Schiffswerften und im Stab des Marineministeriums. Im Jahr 1913 erhielt er mit dem Oberbefehl über den Geschützten Kreuzer USS Galveston (CL-19) sein erstes Seekommando. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Jahr 1915. Danach gehörte er bis zum Jahr 1917 dem Stab des Bureau of Engineering an. Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg war er mit der Aufspürung und Verfolgung deutscher U-Boote betraut. Dabei kommandierte er mehrere amerikanische U-Jagdboot-Staffeln. Diese Aufgabe erfüllte er in Zusammenarbeit mit entsprechenden britischen Einheiten.

In den Jahren 1918 und 1919 war Leigh Stabschef der in Europa eingesetzten amerikanischen Marinestreitkräfte (Chief of Staff, US Naval Forces in Europe). Anschließend gehörte er bis 1920 dem Stab des Bureau of Navigation an. Danach kommandierte er bis zum Juni 1922 das neue Schlachtschiff USS Tennessee. Dieses gehörte bis 1922 zur Atlantikflotte und wurde dann in den Pazifik verlegt. Nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr zum Bureau of Navigation studierte er in den Jahren 1924 und 1925 am Naval War College in Newport in Rhode Island. Danach war er in den Jahren 1926 und 1927 Stabschef der United States Fleet. Zwischen 1927 und 1930 leitete Leigh das Bureau of Navigation.

In den Jahren 1930 und 1931 kommandierte er die Schlachtschiffe der Battle Force, wie die Pazifikflotte damals bezeichnet wurde. Am 15. September 1931 übernahm Richard Leigh als Nachfolger von Frank Herman Schofield das Kommando über die Battle Force. Dieses Amt bekleidete er bis zum 11. August 1932, als er von Luke McNamee abgelöst wurde. Danach kommandierte er zwischen August 1932 und dem 10. Juni 1933, ebenfalls als Nachfolger von Frank Schofield, die United States Fleet. Anschließend wurde er Vorsitzender des General Boards der Navy. Dabei handelte es sich um die damals höchste Institution innerhalb der Marineleitung, die im Marineministerium angesiedelt war. Im Jahr 1934 schied er altersbedingt aus dem aktiven Militärdienst aus.

Der seit 1897 mit Minnie Hartwell Barksdale (1871–1966) verheiratete Offizier starb am 4. Februar 1946 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Richard Leigh erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Commons: Richard H. Leigh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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