Frank Herman Schofield
US-amerikanischer Offizier, Admiral der US Navy
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Frank Herman Schofield (* 4. Januar 1869 in Jerusalem, New York; † 20. Februar 1942 in Bethesda, Maryland) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Fleet bzw. ab 1931 der Battle Force. Dabei handelte es sich um damalige Bezeichnungen der United States Pacific Fleet.

Werdegang
Frank Schofield war ein Sohn von George Schofield (1838–1911) und dessen Frau Catherine Isabel Danes (1846–1916). Im Jahr 1890 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er Erster Offizier auf der Militär-Yacht Hawk, die an der Blockade von Kuba beteiligt war.
In den folgenden Jahren bekleidete er verschiedene Aufgaben als Seeoffizier und auf dem Festland. Im Jahr 1901 wurde er Stabsoffizier beim Bureau of Ordnance. Danach wurde er auf den Schoner Supply versetzt, der im Pazifik operierte. Im Januar 1904 amtierte er für wenige Tage als Militärgouverneur von Guam. Während seiner Zeit auf der Supply berichtete er über eine Meteor-Sichtung, wonach drei Meteore auftauchten und auf sein Schiff zuflogen. Anhänger der Ufologie glauben an eine frühe UFO-Sichtung. Im Jahr 1904 erhielt er das Kommando über den Zerstörer USS Perry, der ebenfalls im Pazifik eingesetzt war. Von 1907 bis 1909 kommandierte er die USS Supply und danach das Kanonenboot USS Concord (PG-3). In der Folge wurde er zum Atlantik versetzt, wo er bis 1911 Erster Offizier auf dem Schlachtschiff USS New Hampshire war.
Anschließend studierte Schofield am Naval War College in Newport in Rhode Island. Danach wurde er Erster Offizier auf der USS Arkansas und dann Kapitän des Kanonenboots Isla de Luzon. Zwischen Juli und Oktober 1914 nahm er als Erster Offizier des Schlachtschiffs USS Delaware an Einsätzen in Mexiko teil, wozu die Besetzung von Veracruz gehörte. Danach kommandierte er für einige Zeit den Scoutkreuzer USS Chester.
Anschließend gehörte er bis zum November 1917 dem Stab des Chief of Naval Operations (CNO) an. In diese Zeit fiel der amerikanische Eintritt in den Ersten Weltkrieg. Im November 1917 wurde er nach London in England versetzt, wo er zum Stab des Kommandeurs der amerikanischen Marine für Europa gehörte. Dort verblieb er bis zum Dezember 1918. Danach war er bis Mai 1919 Marineberater bei der Pariser Friedenskonferenz. Im Juli desselben Jahres übernahm er das Kommando über das Schlachtschiff USS Texas. In den Jahren 1921 bis 1923 gehörte er dem General Board der Marineleitung an, das beim CNO angesiedelt war.
Von 1924 bis 1926 hatte Schofield den Oberbefehl über die Zerstörerstaffeln (Destroyer Squadrons) der Pazifikflotte, die damals als Battle Fleet bezeichnet wurde. Dabei war der Leichte Kreuzer USS Omaha sein Flaggschiff. Danach leitete er bis zum Jahr 1929 die War Plans Division des CNO. Im Jahr 1927 war er Mitglied des amerikanischen Marineberaterstabs auf der Genfer Flottenkonferenz und im Jahr 1929 wurde er mit dem Oberbefehl über die 4. Schlachtschiffdivision (Battleship Division 4) der Pazifik-Flotte (Battle Fleet) betraut.
Am 24. Mai 1930 übernahm Frank Schofield unter temporärer Beförderung zum Vier-Sterne-Admiral als Nachfolger von Louis M. Nulton das Kommando über die amerikanische Pazifikflotte (Battle Fleet). Dieses Amt bekleidete er bis zum 15. September 1931, als er von Richard H. Leigh abgelöst wurde. Seit dem 1. April 1931 wurde die Bezeichnung Battle Fleet für die Pazifikflotte durch die Bezeichnung Battle Force ersetzt. Danach kommandierte er zwischen dem 16. September 1931 und dem 9. August 1932 die United States Fleet, die der Atlantik- und Pazifikflotte übergeordnet war. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Der mit Clara Isabel Cox (1868–1958) verheiratete Offizier starb am 20. Februar 1942 in Bethesda, Maryland, im Alter von 73 Jahren und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen
Frank Schofield erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem das Navy Cross und den französischen Orden der Ehrenlegion verliehen.
Weblinks
- Frank Herman Schofield in der Datenbank Find a Grave
- Artikel in der NY Times anlässlich seiner Ernennung zum Kommandeur der United States Fleet (zuletzt abgerufen am 22. April 2026)
- Schofield beim Dreadnought Project (zuletzt abgerufen am 22. April 2026)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schofield, Frank Herman |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Offizier, Admiral der US Navy |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1869 |
| GEBURTSORT | Jerusalem, New York |
| STERBEDATUM | 20. Februar 1942 |
| STERBEORT | Bethesda, Maryland |