Richard Maria Werner

österreichischer Germanist und Literaturhistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Richard Maria Werner (* 11. August 1854 in Iglau, Kaisertum Österreich; † 31. Januar 1913 in Wien) war ein österreichischer Germanist und Literaturhistoriker.

Richard Maria Werner

Leben

Richard Maria Werner studierte Philologie, erst an der Universität Straßburg und dann an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin bei Wilhelm Scherer. Von 1879 an unterrichtete er an der Universität Graz, wo er sich bei Richard Heinzel habilitierte, und wurde 1886 ordentlicher Professor an der Universität Lemberg.

Werner wurde am Ober Sankt Veiter Friedhof bestattet.[1]

Forschung

In seiner akademischen Laufbahn blieb Werner dem literaturwissenschaftlichen Positivismus treu. Werner verfasste ein äußerst umfassendes Werk zur Lyrikanalyse mit dem Titel „Lyrik und Lyriker“, worin er das Werden eines Gedichtes in allen seinen Phasen als aus dem Erlebnis geboren beschreibt. Mit einem positivistischen Schema spannt er die Lyrik in drei Unterarten auf, woraus er wiederum durch Kreuzung mit formalen und thematischen Kategorien 500 Erscheinungsformen errechnet.

Einer der Forschungsschwerpunkte von Werner war der norddeutsche Dichter Friedrich Hebbel.

Werke

  • Ludwig Philipp Hahn. Ein Beitrag zur Geschichte der Sturm- und Drangzeit. 1877.
  • Lyrik und Lyriker. 1890.
  • Betty Paoli. 1898.
  • Vollendete und Ringende. Dichter und Dichtungen der Neuzeit. 1900.
  • Hebbel, ein Lebensbild. 1904.
  • Gotthold Ephraim Lessing. 1908.
  • (Hrsg.): Der österreichische Parnass verspottet in Wort und Bild. Wien: Wiener Bibliophilen-Gesellschaft, 1912
  • Deutsche Dichter und Denker der Neuzeit. 1914.

Literatur

Einzelnachweise

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