Richard Petersen (Druckerei)
1896 in Hannover von Richard Petersen gegründete Druckerei
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Richard Petersen GmbH in Hannover war eine 1896 gegründete[1] Druckerei,[2] Buchbinderei und Großbuchdruckerei unter Verwendung von Stereotypien[3] sowie ein Verlag.[4] Sitz des Unternehmens war die Göttinger Chaussee 115[5] in Ricklingen[3] beziehungsweise im heutigen Stadtteil Oberricklingen.[6]

Geschichte

Das 1896 von Richard Petersen gegründete und nach im benannte Unternehmen[1] wurde in der späten Gründerzeit des Deutschen Kaiserreichs errichtet. Bereits wenige Jahre nach der Gründung konnte die Druckerei auch Produkte aus dem Mehrfarben-Rotationsdruck anbieten,[2] zudem auch unter anderem im Ausland nachgefragte Fahrscheine für Straßenbahnen.[7]
Während des Ersten Weltkrieges – die Firma mit Sitz in Ricklingen[3] war noch der seinerzeitigen Industriestadt Linden zugeordnet[8] – warb die Firma beispielsweise 1917 in einem Schreiben an den Lindener Magistrat mit einem Briefkopf im Stil des Expressionismus mit „Spezialitäten“ wie dem „Druck von Massenauflagen auf Spezial-Maschinen“, der Herstellung merkantilen Drucksachen oder Katalogen in allen Sprachen, aber auch mit Erfahrungen bei der Herstellung von „Straßenbahn-Billets“.[3]
Um 1925 trat Hans Lückenhaus dem Unternehmen bei.[1]
Zur Zeit des Nationalsozialismus konnte der seinerzeit noch alleinige Inhaber Richard Petersen am 1. April 1936 sein 40. Gründungsjubiläum feiern.[7] Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1941 übernahm Hans Lückenhaus als geschäftsführender Gesellschafter die Leitung des Unternehmens.[1]
Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges erfasste das Auswärtige Amt der britischen Alliierten 1944 das in der späteren Britischen Besatzungszone gelegene Unternehmen „R. Petersen“ im Handbuch Germany Zone Handbook.[9]
In der Nachkriegszeit empfahl sich die „Richard Petersen GmbH Großdruckerei“ mit Sitz in Hannover-Linden Mitte der 1950er Jahre in einem kommentierten hannoverschen Bildstadtplan des Bollmann-Bildkarten-Verlags unter anderem als in ganz Deutschland bekannte „Spezialdruckerei für Entwickler, Notablocks und ähnliche Werbemittel im Buntdruck“.[2]

Anfang der 1970er Jahre war Hans Lückenhans sowohl Hauptgesellschafter als auch Geschäftsführer der als GmbH geführten Großdruckerei Richard Petersen.[10]
Noch 1986 erschien beispielsweise die Zeitschrift Ricklinger Monatspost im Anzeigenverlag Petersen in der Göttinger Chaussee 115.[5]