Das Jahr 1927 markierte das Ende der Fußballkarriere Schauffeles, der sich von nun an im Sportlichen ausschließlich auf die Leichtathletik konzentrierte, in der er bereits ab dem Jahr 1923 an den Württembergischen Meisterschaften teilgenommen hatte. Mit einer Größe von mehr als 2 Metern war er ein absoluter Ausnahmeathlet. Er nahm bis zum Alter von 40 Jahren an Leichtathletikwettkämpfen teil und hat 32 Württembergische Meistertitel im Speerwurf, Diskuswurf, Schleuderballwurf – sogar Handballweitwurf – und Kugelstoßen aufzuweisen.[2] 1935 wurde er mit den Stuttgarter Kickers Deutscher Mannschaftsmeister der Leichtathletik.
Von 1954 bis zu seinem Tode im Jahr 1983 war Schauffele zudem Ehrenpräsident des WLV. In dieser Funktion war er maßgeblich daran beteiligt, 1965 das erste Finale des Leichtathletik-Europacups und 1969 den Erdteilkampf Europa–Amerika ins Stuttgarter Neckarstadion zu bringen.[6]
Von 1953 bis 1965 war Schauffele Mitglied des Gemeinderats der Stadt Stuttgart und zuletzt Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Familiengrab Schauffele, Steigfriedhof Stuttgart-Bad CannstattSchon während seiner sportlichen Laufbahn war Schauffele im Bauunternehmen und Travertinsteinbruch der Familie tätig, dessen Führung er 1926 zusammen mit seinem Bruder nach dem Tod des Vaters übernahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Jahre 1946 von den Brüdern zusätzlich die Schwäbische Baugesellschaft mbH übernommen, die etwas später in R.&W. Schauffele GmbH umfirmierte und ab 1958 zunächst als Richard Schauffele KG und dann als Richard Schauffele GmbH & Co. KG firmierte und bis zum Eintritt seines Sohnes 1971 von Schauffele alleine weitergeführt wurde.