Richard Schott (Autor)
1860 bis 1921 Beruf/Funktion Schriftsteller Konfession - Namensvarianten Schott, Richard
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Richard Schott (* 26. Dezember 1860 in Oberschmon, Kreis Querfurt, Provinz Sachsen, Königreich Preußen; † 22. September 1921 in Thal, Land Thüringen, Deutsches Reich) war ein deutscher Schriftsteller und Zeitungsredakteur in Berlin.
Leben und Wirken
Der Großvater Benedict Schott (1763–1846) war ein jüdischer Schulleiter in Seesen bei Braunschweig, der Vater Constance Schott (1814–1892) war Gutsbesitzer in Oberschmon, die Mutter Auguste Grupe (1831–1892) stammte aus Sudenburg bei Magdeburg. Richard Schott besuchte das Luisenstädtische Realgymnasium in Berlin und begann 1880 ein naturwissenschaftliches Studium an der Berliner Universität, wahrscheinlich auf Wunsch seiner Familie.[1] Dieses brach er jedoch nach kurzer Zeit ab und trat als Schauspieler an Theatern in Halle a. d. Saale, Dortmund und Berlin auf. Von 1885 bis 1887 studierte er neuere Philologie in Berlin.
Danach war Richard Schott als Redakteur der Staatsbürger-Zeitung tätig und veröffentlichte erste Theaterstücke. 1889 wurde er außerdem Redakteur der Deutschen Frauen-Zeitung. 1905/1906 war er zwei Jahre lang Herausgeber der Literaturzeitschrift Aus fremden Zungen.[2] Er lebte die meiste Zeit als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Er unternahm längere Reisen nach Palästina, Ägypten, Griechenland, Italien und Russland.[3]
Richard Schott war seit 1892 verheiratet mit Margarethe, einer Tochter des Photozeitschriftenherausgebers Johannes Gaedicke. Sie hatten drei Kinder.[4]
Werke (Auswahl)
Literarische Werke
Richard Schott veröffentlichte ab 1887 einige Lustspiele und Schwänke, ab 1893 Abenteuer- und Jugendgeschichten und ab 1907 Libretti für einige Operetten.[5] Die bekanntesten waren:
- Hero und Leander, Schwank, 1887
- Beduinenblut. Erzählung aus dem Heiligen Lande, Berlin 1902
- Der schwarze Junker. Erzählung aus den Kreuzzügen, 1903
- Der Buschläufer. Erzählung aus Deutsch-Südwestafrika, 1905, 22. Auflage 1922, Neuauflage 1942[6], über den Herero-Aufstand
- Generalfeldmarschall von Hindenburg, 1915
Filme
Ab 1912 schrieb er das Drehbuch und führte Co-Regie für drei Stummspielfilme der Eiko-Film Berlin:[7]
- 1913 Mateo Falcone, der Corse, Kurzfilm, nach der gleichnamigen Ballade von Adelbert von Chamisso
- 1913 Bismarck
- 1917 Ostpreußen und sein Hindenburg
Literatur
- Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten. Band 7. Leipzig 1913. S. 296, mit detaillierten biographischen und bibliographischen Angaben
- Herrmann A. L. Degener: Wer ist's? V, 1911. S. 1305
Weblinks
- Richard Schott. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
- Richard Schott Projekt Gutenberg, mit zwei Buchabdrucken